Aargauer Regierung nimmt Stellung zu islamischem Heim

Im Wohnheim in Buchs leben 10 Knaben im Alter von 10 bis 18 Jahren. Sie besuchen die Kreisschule Buchs-Rohr. Hinweise darauf, dass es in diesem Heim islamistisches Gedankengut geben könnte, hat der Regierungsrat nicht. Das schreibt er in einer Antwort auf einen Vorstoss aus dem Grossen Rat.

Gebetsteppich in einer Moschee.

Bildlegende: Die Jugendlichen beten mehrmals täglich. Das Schülerheim ist aber keine Koranschule. Keystone

Die EVP-Grossrätin Lilian Studer hatte der Regierung verschiedene Verständnisfragen zum Heim in Buchs gestellt. Dieses wird vom Verband der Islamischen Kulturzentren mit Sitz in Zürich betrieben. Studer wollte unter anderen wissen, ob das Heim eine staatliche Bewilligung hat.

Ja, sagt die Regierung. Die Bewilligung sei auf den Leiter des Wohnheims ausgestellt und sie basiere auf der Verordnung über die Aufnahme von Pflegekindern. Der Leiter sei ein deutscher Staatsbürger. Er gehöre selber keiner muslimischen Glaubensgemeinschaft an.

Positives Bild des Heims

Der Präsident der Trägerschaft sei Schweizer Bürger und habe eine leitende Funktion in einem Schweizer Unternehmen, schreibt die Regierung weiter. «Er grenzte sich wiederholt dezidiert gegenüber extremistischen Strömungen ab.»

Lilian Studer wollte auch erfahren, ob der Kanton das Heim schon besucht habe. Dies sei wiederholt geschehen, sagt die Regierung. Sogar häufiger, als das normalerweise bei Heimen für Jugendliche mit besonderen Betreuungsbedürfnissen der Fall sei.

Die Regierung schreibt: «Die beaufsichtigende Behörde hatte grundsätzlich ein positives Bild vom Aufenthalt der Knaben im Schülerwohnheim erhalten.»