Aargauer Regierung stützt Verwaltungsratspräsidenten des KSA

Das Kantonsspital Aarau KSA machte 2014 einen Verlust von 30,8 Millionen Franken. Das sei ein Debakel, schreibt SVP-Grossrat Andreas Glarner in einem Vorstoss. Von wegen, sagt die Regierung und stützt den Verwaltungsratspräsidenten des KSA.

KSA

Bildlegende: Braucht das KSA einen neuen Verwaltungsratspräsidenten? Ein SVP-Grossrat fand ja, die Regierung findet nein. zvg

Angesichts des hohen Gesamtumsatzes könne man bei einem Verlust von 30 Millionen Franken nicht von einem Debakel sprechen, sagt die Aargauer Regierung sinngemäss.

«  Die Organe der KSA AG nehmen ihre Aufgaben umfassend und unabhängig war. »

Aargauer Regierungsrat

Der Aargauer Regierungsrat hat pro Quartal ein Reporting angefordert. Hier soll das Spital über den Stand der Verbesserungsmassnahmen informieren. Hier nehme der Verwaltungsratspräsident eine zentrale Rolle ein.

Der Verwaltungsratspräsident habe 40 weitere solche Mandate, er könne sich nicht mehr genügend den Interessen des KSA widmen, befürchtet ausserdem der SVP-Grossrat in seinem Vorstoss. Der Regierungsrat wiederum sieht hier kein Problem. Man habe keine Anzeichen für solche Probleme, heisst es in der Antwort der Regierung weiter.

Eine sofortige Absetzung des VR-Präsidenten sei deshalb nicht nötig, findet die Regierung weiter. Und sowieso: der amtierende Präsident habe schon vor Monaten seinen Rücktritt angekündigt. Die Suche nach einem Nachfolger laufe. Weiter ist dem Schreiben der Regierung zu entnehmen, dass das Gehalt für das VR-Mandat im Jahr 2014 bei gut 70'000 Franken lag.

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