Aargauer Reha-Kliniken profieren von Fallpauschalen

Seit anderthalb Jahren erhalten die Spitäler mit den Fallpauschalen einen fixen Betrag für eine Behandlung. Für Rehabilitationskliniken im Kanton Aargau hat dies positive Effekte, da Patienten früher in die Reha kommen und länger dort bleiben.

Seit anderthalb Jahren rechnen die Spitäler mit der Fallpauschale ab. Das heisst, sie erhalten einen fixen Betrag für eine Behandlung. Je länger also ein Patient im Spital ist, desto weniger verdient das Spital an ihm. Die Spitäler versuchen daher ihre Patienten schnell los zu werden bzw. in andere Einrichtungen wie die Reha zu versetzen.

Frau bei der Physiotherapie

Bildlegende: Die Reha-Kliniken profitieren von der Fallpauschale Keystone

Davon profitieren wiederum die Rehabilitationskliniken. Diese unterstehen nicht den Fallpauschalen, sie bekommen die effektiven Kosten vergütet. Die Spitäler übergeben die Patienten schneller an die Reha-Kliniken. Damit müssen sie auch schwerere Fälle behandeln und haben die Patienten auch längere Zeit in der Klinik. Das bringt natürlich eine bessere Auslastung und mehr Einnahmen. Allerdings sehen die Reha-Kliniken nicht nur Vorteile.

Patienten eher in Reha-Klinik

Die Krankenkassen müssen die Kosten für die Reha gutheissen. Damit entstehe den Reha-Kliniken ein grosser administrativer Aufwand, sagt der Direktor der Reha Rheinfelden, Matthias Mühlheim, gegenüber Radio SRF. Selbst in Fällen, in denen eine Reha völlig unumstritten ist, gebe es viel Bürokratie.

Alles in allem sind aber sowohl die Reha-Kliniken als auch die Spitäler im Kanton Aargau mit den Fallpauschalen zufrieden.