Aargauer sind zufrieden mit öffentlichem Verkehrsangebot

Eine Umfrage des Kantons Aargau zeigt: ÖV-Benutzer sind zufrieden mit dem Service der Bus- und Bahnbetriebe. Gerade im Bereich Sauberkeit, Sicherheit und Komfort erhält der öffentliche Verkehr von den Aargauern gute Noten. Verbesserungspotenzial besteht jedoch weiterhin bei den Billettautomaten.

Bahnhof

Bildlegende: Der Bahnhof Mellingen-Heitersberg ist bei Pendlern beliebt. Keystone

Die Aargauer Benutzerinnen und Benutzer von Bahn und Bus sind mit dem Angebot des öffentlichen Verkehrs grundsätzlich zufrieden. Das zeigt eine Kundenbefragung im Auftrag des Kantons. Gelobt werden Sicherheit, Sauberkeit und Fahrkomfort, wie das kantonale Departement Bau, Verkehr und Umwelt BVU mitteilte.

Ticketautomat

Bildlegende: Die Billetautomaten sind nicht einfach zu bedienen, sagen die Aargauer Pendler. SRF

Bei der Befragung gaben die Kunden dem öffentlichen Verkehr 73 von 100 möglichen Punkten. Im Vorjahr waren es 74 Punkte gewesen.

Das Ergebnis zeige, dass der Aargau mit der Weiterentwicklung des Verkehrs auf dem richtigen Weg sei, hält das BVU fest. Die Erwartungen der Kundinnen und Kunden könnten trotz steigender Anforderungen erfüllt werden.

Verbesserungspotential bei Pünktlichkeit und Billettautomaten

Kritik erhalten beispielsweise Busbetriebe wegen mangelnder Zuverlässigkeit der Anschlüsse und weil viele Busse allgemein unpünktlich sind. Die Fahrgäste möchten bei Verspätungen besser informiert werden.

Die Kunden bemängelten zudem das Tarifsystem. Die Regelungen zu Vergünstigungen, Rückerstattungen und Anschlussbilletten seien schwer verständlich.

Auch die Bedienung der Billettautomaten erlebten viele Kunden als zu kompliziert. Vor allem die Via-Verbindungsvorschläge, die beim Lösen eines Billetts erscheinen sind problematisch. Oft wüssten die ÖV-Benutzer gar nicht, in welchen Tarifzonen sie sich befinden, erklärt Roman Kübler vom BVU gegenüber Radio SRF.

Dieses Problem habe man schon angepackt. «Gewisse Via-Verbindungen wurden gelöscht und das System somit vereinfacht. Weiterhin wird geprüft, ob es noch weitere Via-Verbindungen gibt, auf die man verzichten könnte», sagt Projektleiter Roman Kübler.

Das Marktforschungsinstitut GfK Switzerland führte die Befragung von August bis Oktober durch. Knapp 3800 Fragebögen wurden verteilt - zwei Drittel der Kunden füllten die Bögen aus.

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ÖV droht teurer zu werden (Tagesschau, 12.07.2011)

2:05 min, aus Tagesschau vom 12.7.2011