Aargauer Skiteam: Eine schwierige Ausgangslage

Am Wochenende hat das Skiteam Aargau die Meisterschaftsrennen durchgeführt. Der Aargauer Skinachwuchs hat Mühe mit den Talenten aus den Bergregionen mitzuhalten. Der Weg bis an die Weltspitze ist nicht nur lang, sondern auch schwierig für Flachländer.

Kind bei Riesenslalom

Bildlegende: Wer an die Spitze will, muss früh auf die Piste: Im Skiteam Aargau messen sich 11 bis 16-jährige Nachwuchssportler. zvg

Vor über 20 Jahren hat zuletzt ein Aargauer Alpin-Skifahrer für Aufsehen gesorgt. 1993 wurde Abfahrtsspezialist Urs Lehmann in Japan überraschend Weltmeister. Seither hat der Aargauer Skizirkus keine herausragenden Talente mehr hervorgebracht.

Hauptgrund: Standortnachteil

Geeignete Trainingspisten für die 11 bis 16-jährigen Nachwuchssportler vom Aargauer Ski Team sind mindestens eine Autofahrtstunde entfernt. Das sei einer der grössten Nachteile, mit dem die regionalen Talente zu kämpfen haben.

«Unser Nachwuchs kann nach der Schule nicht einfach die Ski anziehen und noch eine halbe Stunde oder eine Stunde trainieren», erklärt Lukas Fischer, der Technische Leiter des Aargauer Ski Teams gegenüber Radio SRF.

Langer Weg an die Spitze

Der Weg ist nicht nur schwierig, sondern auch lang. Er führt über ein Regionalkader, wie es das Aargauer Ski Team ist. Die zweite Stufe ist das Zentralschweizer Kader. Der Sprung ins Nationalkader ist dann nochmals sehr gross. Und kaum zu schaffen, wenn man seinen Wohnort nicht in eine Bergregion wechsle, gibt Lukas Fischer zu bedenken.

Immerhin: In anderen Wintersportarten scheint es zu funktionieren. Freestyle-Snowboarder Nicolas Müller stammt aus Aarau und feiert internationale Erfolge. Aber auch er gibt inzwischen einen neuen Wohnort an: Laax.