Aargauer Sozialdemokraten kämpfen zaghaft gegen Wehrpflicht

Die Delegierten der Aargauer SP haben nur mit hauchdünner Mehrheit die Ja-Parole zur Wehrpflicht-Initiative beschlossen. Sie unterstützen das Anliegen der Mutterpartei mit 18 zu 16 Stimmen. Die kantonalen Vorlagen lehnt die SP wie erwartet ab.

Rekruten laufen im Gleichschritt über ein Feld, im Vordergrund ein Vorgesetzter von hinten, im Hintergrund Waldrand.

Bildlegende: Die Aargauer SP unterstützt die Abschaffung der Wehrpflicht nur knapp: Sie befürchtet zum Teil eine «Rambo-Armee». Keystone

An der Delegiertenversammlung der SP Schweiz war noch alles klar: Mit 94 zu 20 Stimmen hatten die Genossinnen und Genossen im Juni für die Wehrpflicht-Abschaffung votiert. Schliesslich hatten auch sie Unterschriften für diese Initiative gesammelt.

Im Aargau aber ist die SP kritisch. Eine Freiwilligen-Armee könnte zur einer «Rambo-Armee» werden, hiess es gemäss «az Aargauer Zeitung» an der SP-Delegiertenversammlung vom Dienstagabend. Am Schluss stimmten die Aargauer SP-Delegierten zwar für die Wehrpflicht-Abschaffung, die Ja-Parole kam mit 18 zu 16 Stimmen aber nur knapp durch.

Eindeutig und wie erwartet allerdings fällt die Haltung bei den kantonalen Vorlagen aus: Die SP lehnt beide Volksinitiativen zur Medikamentenabgabe ab. Sie empfiehlt zwei Mal Nein und damit den Status quo: Grundsätzlich sollen Medikamente in Apotheken verkauft werden und nicht vom Arzt.

Die Abstimmungen finden am 22. September statt.

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Abstimmungskampf zur Abschaffung der Wehrpflicht lanciert

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„Ohne Wehrpflicht ist die Sicherheit gefährdet“

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