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Aargau Solothurn Aargauer Spitex gefordert

Seit rund einem Jahr gilt im Kanton Aargau für Pflegebetriebe eine Ausbildungspflicht. Wer dieser nicht nachkommt, soll künftig zahlen. Eine besondere Herausforderung für kleinere Spitexorganisationen, die sich mit der aufwändigen Betreuung von Lernenden überfordert fühlen.

Legende: Video Ausbildungszwang gegen Pflegenotstand abspielen. Laufzeit 5:36 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 10.03.2014.

Ob Spital, Heim oder Spitexorganisation, jeder Pflegebetrieb im Aargau soll in die Ausbildung von Pflegefachpersonen investieren. Wie viele Ausbildungsplätze eine Institution zur Verfügung stellen muss, bestimmt der Kanton je nach Grösse. So will es die Ausbildungsverpflichtung, die im Aargau 2013 eingeführt wurde. Während Spitäler und Heime mit ihrer Ausbildungsleistung gut auf Kurs sind, hinken Spitexorganisationen teilweise noch hinterher.

Personalintensive Spitexausbildung

Susanna Kunz leitet eine kleine Spitex in Aaarburg. Im Gegensatz zu Spitälern oder Heimen, könnten sie keine stationäre Ausbildung anbieten, sagt sie gegenüber «Schweiz aktuell», da man immer unterwegs sei und Klienten zu Hause besuche. «Am Anfang kann man die Leute in Ausbildung noch nicht alleine auf Tour schicken. Bis zu einem Jahr lang müssten wir Personal also doppelt einplanen».

Sieben Auszubildende beobachten an einem Spitalbett den Ausbildner bei der Patientenpflege.
Legende: Gegen den Mangel in Pflegeberufen müssen im Aargau auch Spitex-Organisationen Nachwuchs aubilden – das ist häufig schwer. Keystone

Es gäbe Lösungen, meint Ruth Fischer von der Organisation der Arbeitswelt Gesundheit und Soziales Aargau. Man könne beispielsweise mit anderen Spitexorganisationen oder einem Heim zusammenspannen. Zur Zeit läuft eine Übergangsfrist. Ab 2016 müssen Institutionen, die nicht ausbilden, einen Malus zahlen. Solche, die mehr ausbilden als sie müssten, erhalten einen Bonus. «Man hat lange gesagt, jeder soll schauen, dass er seinen Berufsnachwuchs selber ausbildet. Das hat nicht funktioniert.», resümiert Fischer.

Kantone wie Bern oder Luzern gehen ähnlich vor. Gemäss einer Studie des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums aus dem Jahre 2009 müssten bis 2020 mindestens 25 000 Fachkräfte zusätzlich angestellt werden, um den Bedarf des Schweizer Gesundheitswesens decken zu können.

Eine Frage der Grösse

Dass auch Spitexorganisationen ausbilden können, beweist die Spitex Wettingen. Sie ist mit rund 40 Mitarbeitenden allerdings auch eine der grössten im Aargau. Sechs Ausbildungsplätze stellt sie zur Verfügung. Raphaela Schwyter, welche die Organisation mitleitet, begrüsst die Ausbildungspflicht. «Sie ist sehr gut für uns, weil wir überdurchschnittlich viel ausbilden und so in Zukunft von einem Bonus von mehreren Tausend Franken jährlich profitieren werden».

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    übrigens wenn jetzt irgend wer das Gefühl hat, mich anzugreifen wegen nicht genügend sauberer Wäsche, den muss ich enttäuschen. Meine Mutter hatte 6 Nachthemden und obwohl ich das Pflegepersonal informierte und zudem noch einen Flyer an den Kasten meiner Mutter anbrachte, die dreckige Wäsche in den Kasten zu legen, wurde nie ein dreckiges Wäschestück in den Schrank gelegt und als meine Mutter starb war kein Nachthemd mehr übrig einfach verschollen. Die Politik muss das Pflegesystem überarbeiten.
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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    was ich vor 5 Jahren im Pflegeheim Lindenfeld erlebt, grenzt an Wahnsinn. Meine Mutter wurde vom Kantonsspital Aarau direkt ins Lindenfeld transportiert um Kosten zu sparen.Es war im Dezember und vor Weihnachten als ich das Pflegepersonal informierte, dass ich meine Mutter am 24. Dezember abhole, Ok ich kam am 24. und was war der Fall, meine Mutter lag angezogen mit einem dreckigen Pullover im Bett. Kein Mensch war da um meine Mutter umzuziehen. Ich könnte noch tausend Sachen erzählen.
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