Aargauer Suchthilfeorganisationen wollen besser zusammenarbeiten

Um die Süchtigen im Aargau kümmern sich gleich mehrere Organisationen. Ein Zusammenschluss ist schwierig, zeigte ein Bericht 2012. Auf jeden Fall wollen die Organisationen aber besser zusammenarbeiten. Momentan werden die Grundlagen dafür ausgearbeitet, 2014 wird die neue Zusammenarbeit getestet.

Alkohol, Spielsucht, Kokain, Cannabis… die Sucht hat viele Gesichter. Und viele Gesichter hat auch die Suchthilfe: Im Aargau kümmern sich 9 Beratungsstellen von 3 verschiedenen Trägerschaften (Aargauische Stiftung Suchthilfe, Beratungszentrum Baden, Blaues Kreuz) und die Psychiatrischen Dienste des Kantons um die Süchtigen.

Auf der rechten Seite sieht man eine Hand die eine Heroinspritze hält. Auf der linken Seite des Bildes eine Hand mit vier Zigaretten.

Bildlegende: Ein Zuammenschluss der Suchthilfe im Aargau ist schwierig, zeigt ein Bericht. Keystone

Die Zusammenarbeit dieser Stellen klappe «mehr oder weniger gut», sagt Jürg Siegrist von der Fachstelle Sucht beim Kanton Aargau, und bestätigt: die Strukturen seien nicht einfach.

Ziel: Hand in Hand zusammenarbeiten

Wie eine Umstrukturierung aussehen könnte, zeigte im November 2012 ein Bericht des Kantons. Die beteiligten Organisationen kamen damals zum Schluss, dass eine Zusammenlegung schwierig sei. In einem Punkt sei man sich aber einig gewesen, sagt Jürg Siegrist von der Fachstelle Sucht des Kantons Aargau: «Man muss näher und besser zusammenarbeiten. Es muss Hand in Hand gehen. Wenn man die jetzigen Strukturen nicht ändert, so soll im Minimum die Zusammenarbeit institutionalisiert werden».

Test in zwei Pilotbetrieben

Wie dieses Hand-in-Hand-Zusammenarbeiten künftig funktioniert, das legen derzeit Arbeitsgruppen fest. Es geht vereinfacht gesagt darum, dass alle einen Patienten nach den gleichen Kriterien beurteilen, egal ob Sozialarbeiter oder Psychiater, egal ob private Trägerschaft oder kantonaler Dienst.

2014 soll diese engere Zusammenarbeit in zwei Pilotbetrieben getestet werden. Zum einen in einer städtischen Gegend, zum anderen in einer eher ländlichen Region. Später sollen dann die Suchthilfe-Organisationen im ganzen Kanton besser zusammenarbeiten.