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Aargau Solothurn Aargauer SVP will keine Verjüngungskur im Nationalrat

Mit fast 63 Jahren ist die Aargauer SVP-Delegation im Nationalrat die älteste Vertretung unter den Aargauern. Das bedauert die SVP zwar, etwas daran ändern will sie aber nicht. Das passe nicht zur SVP, so der Kantonalvorstand.

Als Jungspunde können die SVP-Nationalräte nicht gerade bezeichnet werden: SVP-Nationalrätin Sylvia Flückiger-Bäni ist 61 Jahre alt, Ulrich Giezendanner ist 60 Jahre alt und mit seinen bald 72 Jahren ist Maximilian Reimann der älteste im Bunde. Hansjörg Knecht ist als 54-Jähriger der «Jüngste» der Aargauer SVP-Delegation. Damit liegt das Durchschnittsalter bei knapp 63 Jahren.

Das ist eher hoch, gibt auch Kantonalpräsident Thomas Burgherr gibt zu. An der letzten Kantonalvorstandsitzung vom Mittwoch wurde denn auch diskutiert, ob Massnahmen nötig sind. Findungskommission und Geschäftsleitung sind nun zu folgendem Schluss gekommen: Es gibt keine Massnahmen. «Das passt nicht zur SVP», erklärt Thomas Burgherr gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF. Die Aargauer SVP will es den Nationalräten überlassen, zu entscheiden, wann genug ist, meint Burgherr.

Unsere Politiker in Bundesbern leisten gute Arbeit. Da spielt es keine Rolle, ob jemand 50 oder 70 Jahre alt ist.
Autor: Thomas BurgherrParteipräsident SVP Aargau

Damit ist die Idee für eine Verjüngungskur der Aargauer SVP-Delegation gestorben, zumindest mittelfristig. In den nächsten vier Jahren werde sich nichts ändern, so Burgherr. Die Idee für eine Verjüngungskur hatte der vorherige SVP-Präsident Thomas Lüpold eingebracht. Er hatte in der Aargauer Zeitung Vorschläge gemacht, wie das Durchschnittsalter gesenkt werden könnte.

«Ich könnte mir vorstellen, dass Kandidaten, die über 60 oder 65 sind und zum 4. oder 5. Mal antreten, eine Zweidrittelsmehrheit im Parteivorstand brauchen, um nominiert zu werden», sagte Lüpold damals. Er sehe dies als Beitrag zur Nachwuchsförderung.

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