Aargauer Unternehmer rechnen mit stabilem 2016

In der neuen Mitgliederbefragung der Aargauischen Industrie- und Handelskammer AIHK zeigen sich die Firmen nicht unzufrieden. Das vergangene Geschäftsjahr stuft die Mehrheit als befriedigend ein. Und 2016 rechnen die Firmen nicht mehr mit sinkenden Umsätzen. Viele planen aber einen Stellenabbau.

Arbeiter von Hinten hantiert mit Messgerät.

Bildlegende: Angestellte in Aargauer Industrie-Betrieben müssen auch im laufenden Jahr mit einem Stellenabbau rechnen. Keystone

An der jährlichen Mitgliederbefragung der AIHK nahmen im Januar 675 Unternehmen mit total über 61'000 Beschäftigten teil. Mit der Rücklaufquote von 51 Prozent zeigt sich die AIHK am Mittwoch sehr zufrieden.

Ein Jahr nach der Aufhebung des Mindestkurses spricht eine Mehrheit von einem befriedigenden Geschäftsjahr 2015 - trotz gesunkener Umsätze. Im laufenden Jahr 2016 rechnet eine Mehrheit der Industrie- und Handels-unternehmen zwar nicht mit einem Aufschwung, aber immerhin mit einer Stabilisierung und nicht weiter sinkenden Umsätzen.

Dennoch planen fast 40 Prozent der Industrie-Unternehmen eine Verringerung der Personalkosten. Der Stellenabbau dürfte sich also fortsetzen. Die Industrie-Firmen; gehen von einem Beschäftigungs-Abbau von 0,9 Prozent aus, die übrigen Bereiche von einem Abbau von 0,3 Prozent. Argumentiert wird mit der Frankenstärke.

Direkt und indirekt betroffen – beides schmerzt

Je nach Geschäft haben die Aargauer Firmen die Aufhebung des Mindestkurses anders erlebt. «Ich erinnere mich noch gut an den 15. Januar, die Nachricht ging wie ein Blitz durch meinen Körper», sagt Raphael Jehle, Inhaber des Familienunternehmens Jehle AG aus Etzgen ein Jahr danach im Interview mit Radio SRF.

Für die weniger exportorientierte Dienstleistungsfirma IT CleverNet GmbH aus Möriken war es nicht ganz so heftig. Aber auch sie spürt den starken Franken. Leiden die Firmen, buchen sie weniger IT-Lösungen über seine Firma. Man sei indirekt betroffen, das schmerze auch, so René Hohl Inhaber der Firma gegenüber Radio SRF.

Wie gehte es Firmen konkret?

  • Die Jehle AG aus Etzgen macht Teile für die Autoindustrie. Sie ist exportorientiert. Sie hat den Frankenschock als heftig erlebt. Trotzdem bleibt die Firma optimistisch.
  • Die Firma CleverNet GmbH aus Möriken macht IT-Lösungen für Schweizer Firmen. Die Frankenstärke trifft sie indirekt. Leiden Schweizer Firmen, leidet auch die IT-Firma.