Schwäne auf dem Hallwilersee Aargauer Vögel gehen fremd

Die Schwanenpopulation auf dem Hallwilersee ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Ende 2014 zählte man noch 66 Exemplare, aktuell sind es 45. Dies überrascht, da der Kanton Aargau Möglichkeiten in Erwägung zieht die Schwanenzahl zu reduzieren.

Schwan planscht im Wasser

Bildlegende: Aargauer Schwäne scheinen sich davonzumachen: Auf dem Hallwilersee geht der Bestand zurück. Keystone

Jeden November und im Januar zählt die Vogelwarte Sempach Jahr die Wasservogelbestände, auch auf dem Hallwilersee. Die neusten Zahlen überraschen: Die Zahl der Höckerschwäne ist in den letzten Jahren gesunken. Im November 2016 zählte man nur noch 36 Tiere, vor zwei Jahren waren es noch 66 gewesen.

Dies erstaunt, steigt doch die Zahl der Schwäne in der gesamten Schweiz leicht an. Die Hallwilersee-Schwäne sterben also nicht aus, sondern sie wandern aus. «Es ist möglich, dass die Schwäne sich auf die Flügel gemacht haben und zu einem anderen See auswichen», kommentiert Michael Schaad von der Vogelwarte Sempach.

Braucht es nun noch Geburtenkontrolle?

Das Verschwinden der Tiere könnte nun auch das Vorgehen des Kantons beeinflussen. Der Aargau hatte bereits vom Bund die Erlaubnis erhalten Massnahmen zur Geburtenkontrolle zu bewilligen, um die Anzahl der Schwäne zu regulieren. Dies weil die Schwäne nach Auskunft von Weinbauern und Badibetreibern vermehrt Probleme verursachen, sie verschmutzen Wiesen und Reben mit ihrem Kot.

Ob man nun doch noch Bewilligungen zur Geburtenkontrolle erteilen will, ist noch unklar. Die Kantone Aargau und Luzern werden nun ihr weiteres Vorgehen gemeinsam beraten.

Geburtenkontrolle beim Schwan

Eine Massnahme zur Regulierung des Schwanenbestandes ist die Geburtenkontrolle. Dabei wird in ein Ei ein Loch gestochen, wodurch Luft eindringt. Das Ei ist unfruchtbar. Die Schwäne bemerken dies jedoch nicht und brüten weiter. Erfolglos.