Aargauer Waldwirtschaft sieht rot

Erstmals wurde im Kanton Aargau mehr Laubholz als Nadelholz geerntet. Eine Tendenz, die auch für den Kanton Solothurn gilt. Buchen sind immer stärker vertreten. Das ist gut für die Biodiversität der Wälder, aber schlecht fürs Portemonnaie der Waldbesitzer.

Zersägte Baumstämme aufeinander geschichtet

Bildlegende: Das Holz war für die Aargauer Waldbesitzer 2013 ein schlechtes Geschäft. Keystone

Erstmals wurde im Kanton Aargau mehr Laubholz als Nadelholz geerntet. Eine Tendenz, die auch für den Kanton Solothurn gilt. Buchen sind immer stärker vertreten. Sie sind im Mittelland heimisch und verjüngen sich ohne Zutun der Menschen.

Die Rottannen jedoch müssen aufgeforstet werden, das ist teurer. Hinzu kommt, dass diese eigentlich im Gebirge zu Hause sind und mehr Pflege brauchen als die «heimischen» Buchen.

Waldwirtschaft hat lieber Tannen

Für den Holzmarkt jedoch sind die Rottannen interessanter. Sie wachsen schnell und sind in allen Wachstumsstadien ökonomisch verwertbar. Besonders gut geeignet sind sie als Bauholz, etwa für Dachstöcke.

Die Buche im Gegensatz dazu ist zu hart für den Bau und liefert zu viel Überschuss. Als Material für Möbel und Parkett wäre sie ideal, der Markt dafür ist in der Schweiz jedoch praktisch ganz zusammengebrochen.

Aargauer Waldbesitzer mit Defizit

Für die Waldwirtschaftsverbände in den Kantonen Aargau und Solothurn bleibt die wirtschaftliche Lage angespannt. So haben die Aargauer Waldbesitzer letztes Jahr 1,2 Millionen Franken Defizit verbuchen müssen.

Während man im Aargau rote Zahlen schreibt, kommen die Solothurner «einigermassen über die Runden», wie Kantonsoberförster Jürg Fröhlicher gegenüber Radio SRF sagt. Dies jedoch vor allem dank Beiträgen des Kantons, etwa für Reservate oder Informationsanlässe an Schulen.