Aargauer Weinbauern trotzen dem Trend

Der Weinkonsum in der Schweiz ist rückläufig. Aber nicht überall: Im Aargau wird mehr Wein produziert und auch mehr getrunken. Die Abnehmer sind vor allem die Aargauer selber.

Ein Glas Rotwein

Bildlegende: Entgegen dem schweizerischen Trend können die Aargauer Weinbauern nicht klagen. Keystone

Die Schweizer haben in den vergangenen 20 Jahren fast einen Drittel weniger inländischen Wein getrunken. Allgemein ging der Weinkonsum in der Schweiz zurück. 2012 waren es noch 36 Liter pro Kopf, rund ein Liter weniger als im Jahr zuvor.

Die Aargauer Winzer spüren von diesem Trend jedoch nichts. Sie verzeichnen sogar eine grössere Nachfrage an regionalen Weinen. Den Grund dafür sieht der Aargauer Weinverband vor allem in der höheren Qualität. Die Winzer seien heute besser ausgebildet als noch vor 20 Jahren, sagt der Verbandspräsident, Peter Wehrli.

Aargauer trinken Aargauer Wein

Dass es mit dem Aargauer Weinbau aufwärts geht, hat auch der Aargauer Rebbaukommisär, Peter Rey, festgestellt. Viele Winzer könnten sogar noch mehr Wein verkaufen als sie produzieren. Den grössten Teil der rund zwei Millionen Liter trinkt dabei die Aargauer Bevölkerung selbst. Nur gerade zehn Prozent exportieren die Winzer in die anderen Kantone und ins Ausland.

Insgesamt arbeiten im Aargau rund 700 Winzer. Sie bauen auf einer Fläche so gross wie etwa 650 Fussballfelder Wein an. Für einen grossen Teil der Winzer ist der Wein ein Hobby.