Aargauische Kantonalbank einigt sich auf Steuerdeal mit den USA

Die Aargauische Kantonalbank hat sich im Steuerstreit mit dem US-Justizministerium geeinigt. Um nicht weiter strafrechtlich verfolgt zu werden, zahlt das Institut eine Busse in der Höhe von 1,98 Millionen Dollar.

Logo der Aargauischen Kantonalbank auf dem Gebäude in Aarau.

Bildlegende: Die Aargauische Kantonalbank hat sich mit dem US-Justizministerium geeinigt. SRF/Bähram Alagheband

Die Aargauische Kantonalbank zahlt knapp zwei Millionen an die USA, um nicht weiter im Visier des US-Justizministeriums zu bleiben.

Die AKB habe zwischen 2008 und 2014 454 Konten mit US-Bezug gehalten, wobei maximal Vermögen von gut 639 Millionen Dollar verwaltet worden seien, teilte das amerikanische Justizministerium am Dienstagabend mit.

AKB: Wenige US-Kunden

Die Zahlung werde keinen negativen Einfluss auf das Ergebnis des laufenden Jahres haben, teilte die Aargauische Kantonalbank mit. Der Beitrag sei komplett durch die bereits getätigten Rückstellungen gedeckt. «Das Geschäft der AKB mit US-Kunden ist und war im Verhältnis zum Gesamtvolumen der Bank marginal», schreibt die Bank. Die AKB ist vollständig im Besitz des Kantons Aargau.

Insgesamt haben damit mittlerweile 60 von 100 Schweizer Banken der «Kategorie 2» im US-Steuerprogramm eine Einigung mit der US-Justiz erzielt. Zur Bereinigung des Steuerstreits mit den USA hatten sich Schweizer Banken selbst in die drei Kategorien (2, 3, 4) des entsprechenden Programms des US-Justizministeriums einteilen können.

Automatisch der Kategorie 1 zugeordnet wurden jene Banken, gegen die bereits ein Strafverfahren läuft. Die Kategorie 2 ist für Banken mit US-Kunden, die mutmasslich Steuerdelikte begangen haben.