ABB Schweiz erhielt 2015 deutlich weniger Bestellungen

ABB Schweiz hat im Geschäftsjahr 2015 die Frankenstärke zu spüren bekommen. Ein Rückgang des Umsatzes sei aufgrund des veränderten Wechselkurses und der erschwerten Wirtschaftslage für exportorientierte Unternehmen zu erwarten gewesen, teilt der Konzern am Donnerstag mit.

Gebäude mit Anschrift ABB.

Bildlegende: Gebäude der ABB Schweiz in Baden. Keystone

Der Bestellungseingang sank um 13 Prozent auf 3,04 Milliarden Franken und der Umsatz um 6,7 Prozent auf 3,18 Milliarden Franken.

«Bei einem Exportanteil von rund 85 Prozent und einem bedeutenden Teil der Kunden im Euro-Raum sind die Auswirkungen des Wegfalls des Euromindestkurses deutlich spürbar», so Remo Lütolf, Country Managing Director ABB Schweiz.

Weniger Mitarbeitende

Die Zahl der Mitarbeitenden lag am Jahresende bei 6'350 Mitarbeitenden, das sind 290 weniger als im Vorjahr. ABB Schweiz wolle sich eine schlankere Organisation geben, heisst es beim Unternehmen auf Anfrage.

ABB Schweiz ist vor allem im Kanton Aargau ein wichtiger Arbeitgeber - mit Niederlassungen in Baden, Dättwil, Birr, Turgi, Kleindöttingen und Lenzburg. Vor allem das Forschungs- und Entwicklungszentrum in Baden-Dättwil sei gut ausgelastet: Rund ein Fünftel aller weltweiten ABB-Forschungsgeldern fliessen hierhin.

Zum Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2016 werden keine Angaben gemacht.

125 Jahre ABB in der Schweiz

Dieses Jahr feiert ABB ihr 125-jähriges Bestehen in der Schweiz. 1891 gründeten Charles Brown und Walter Boveri in Baden die BBC. 1981 fusionierte BBC mit der schwedischen ASEA zur ABB (für Asea Brown Boveri). ABB ist heute ein Weltkonzern mit Tochterunternehmen in 100 Ländern.