Afrikanische Antilopen im aargauischen Herznach

Es war eine Idee, die nach Feierabend bei einem Bier entstand: Christoph Kläusler und Marco Jäger wollen Antilopen aus Namibia importieren und in der Schweiz züchten. Mittlerweile sind die ersten vier Tiere da. Beim Antilopen-Projekt lief aber nicht alles so, wie es die beiden gerne gehabt hätten.

Fünf Elenantilopen stehen in einem Stall.

Bildlegende: Die ersten vier Elenantilopen im Stall von Herznach. Oryxfarm

Vier Elenantilopen-Weibchen stehen im Stall von Christoph Kläusler und Marco Jäger. Doch eigentlich sollten es fünf sein: Ein Männchen fehlt. Das ist beim Verladen in Deutschland ausgebüxt, erklären die beiden Männer.

Denn statt wie ursprünglich geplant kommen die Tiere nicht aus Namibia, sondern aus einem Safari-Park in Deutschland. Und so mussten sie zudem 30 Tage in Quarantäne verbringen. Diese Frist ist nun zu Ende.

Züchten, austauschen und essen

Was tut man denn mit Antilopen in der Schweiz? «Zuerst einmal werden wir züchten, im September gibt es dann weitere Tiere und wir diese dann auch mit anderen Zoos aus. Überflüssige Tiere werden dann für die Fleischproduktion genutzt», erklärt Christoph Kläusler.

Im Dorf reagiert man relativ gelassen auf die neuste Entwicklung in der Tierzucht: «Aus der Bevölkerung haben wir sehr positive Reaktionen bekommen», erklärt Kläusler. Von den anderen Bauern bekommen sie schon hie und da mal einen schrägen Spruch zu hören, schmunzelt er.

Elenantilopen springen aus dem Stand bis zu zwei Meter hoch

Um die Antilopen bei sich unterbringen zu können, haben die beiden Männer unter anderem ein Praktikum beim Zoo im deutschen Magdeburg gemacht. Christoph Kläusler und der gelernte Maurer Marco Jäger bauten selbst eine Aussenanlage, die den Tieren gewachsen ist: «So eine Elenantilope kann aus dem Stand bis zu zwei Meter hoch springen, deshalb brauchten wir einen hohen Zaun», erklärt Jäger.