AKB will Referendum gegen Lohndeckel - Politik sagt Nein

Dieter Egloff, Präsident des AKB Bankrates, forderte gestern bei Radio SRF ein Referendum gegen den klaren Entscheid des Grossen Rates, die Kaderlöhne bei der AKB zu deckeln. Die Reaktionen der Parteien zeigen jedoch: Egloff hofft vergeblich auf politische Unterstützung.

Dieter Egloff

Bildlegende: AKB-Bankratspräsident Dieter Egloff fordert ein Referendum gegen den Lohndeckel. Keystone

«Dieser Lohndeckel ist eine kleine Katastrophe für die AKB», sagte AKB Bankratspräsident Dieter Egloff gegenüber Radio SRF. «Ich wünsche mir ein Referendum dagegen.»

Allerdings, sein Wunsch bleibt bei den Parteien ungehört. Markus Zemp von der CVP etwa spricht von einem «abenteuerlichen» Wunsch Egloffs und nicht einmal bei der eigenen Partei, beim Freisinn findet der Bankratspräsident Unterstützung.

«  So ein Referendum hat keine Chance. Man kann den Leuten nicht erklären, wieso ein Bankdirektor mehr als 600'000 Franken verdienen soll.  »

Markus Zemp
Präsident CVP Kt. AG

Der Grosse Rat hatte am Dienstag beschlossen, dass der Lohn des Direktors der AKB bei 600'000 Franken gedeckelt wird. Das ist doppelt so viel, wie ein Mitglied der Aargauer Regierung verdient. Der Entscheid viel mit einer klaren 2/3 Mehrheit. SVP, SP und Grüne waren für den Deckel, FDP, CVP und die kleinen Mitteparteien stimmten dagegen.

«Keine Chance vor dem Volk»

Im Vorfeld hatten sich FDP und CVP für ein flexibleres Lohnsystem stark gemacht. Dieses hätte die Löhne des AKB Kaders weniger geschmälert. Von einem Referendum wollen sie jetzt aber nichts wissen. «Es macht keinen Sinn, etwas anzupacken, was keine Chance hat.», sagt CVP Präsident Markus Zemp. Und weiter: «Und es ist ja noch nicht erwiesen, dass dieser Deckel für die AKB wirklich eine kleine Katastrophe ist.»

Und FDP Präsident Mattias Jauslin sagt: «Den Deckel allein, kann man sowieso nicht vors Volk bringen. Wenn, dann müsste man das Referendum gegen das ganze AKB Gesetz ergreifen. Und so wie das Ganze jetzt gelaufen ist, hätte es keine Chance vor dem Volk.»