AKW Gösgen bezieht Uran neu aus Kanada statt aus Russland

Das AKW Gösgen bezieht sein Uran für die Brennstäbe künftig aus Minen in Kanada. Dies hat die Kernkraftwerk Gösgen-Däniken entschieden, nachdem eine Lieferung aus Russland nicht mehr in Frage kommt.

Brennstäbe

Bildlegende: Blick ins Brennelementlager (im Bild jenes des Kernkraftwerklagers Leibstadt im Jahr 1999). Keystone

Die beiden Schweizer AKW Gösgen und Beznau waren 2010 in die Kritik geraten, nachdem bekannt wurde, dass sie auf Umwegen über ihre Lieferanten Uran aus der russischen Wiederaufbereitungsanlage Majak bezogen hatten. Die Gegend um Majak gilt als verstrahlt. Die beiden AKW-Betreiber verzichteten danach auf Lieferungen aus Russland.

AKW Gösgen hinter Wiese

Bildlegende: Da Atomkraftwerk Gösgen bezieht das Uran künftig aus Kanada und nicht mehr aus Russland. SRF

Die Uran-Wiederaufbereitungsanlage Majak liegt etwa 1500 Kilometer von Moskau entfernt. In ihrer Umgebung wird immer wieder erhöhte Radioaktivität gemessen. Unklar ist, ob diese von der gegenwärtigen Uran-Wiederaufbereitung herrühren oder auf schwere, frühere Atomunfälle zurückzuführen sind.

Inzwischen hat sich das AKW Gösgen für den Kauf von Uran aus kanadischen Minen entschieden. Gekauft wird das Uran von der Firma Urenco. Die Anreicherung geschieht ebenfalls bei Urenco in Anlagen in Deutschland, den Niederlanden oder in England, wie die KKG AG am Dienstag mitteilte.

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Uran aus Majak? Nein danke.

5:55 min, aus Rundschau vom 8.2.2012