AKW Gösgen rüstet für 180 Millionen Franken auf

Das AKW Gösgen wird am Samstag zur Jahresrevision abgeschaltet. Im Rahmen der Arbeiten wird unter anderem die Turbogeneratorgruppe modernisiert. Mit dieser 180 Millionen Franken teuren Aufrüstung erhöht sich die Stromproduktion im Umfang eines mittelgrossen Flusskraftwerkes.

Der Kühlturm des AKW Gösgen mit der Dampffahne in einer Luftaufnahme.

Bildlegende: Das KKG deckt mit seinen jährlichen 7375 Millionen Kilowattstunden Strom rund 13 Prozent des Schweizer Strombedarfs. Keystone

Die diesjährige Jahresrevision im AKW Gösgen ist auch eine Modernisierung. Nach der Revision entsteht eine Mehrleistung von rund 30 Megawatt. Die dadurch mögliche jährliche Mehrproduktion beträgt ungefähr 240 Millionen Kilowattstunden, teilte die Betriebsleitung des AKW am Freitag mit.

Die längste Jahresrevision überhaupt

Das AKW Gösgen hat deshalb die längste Jahresrevision seit Inbetriebnahme der Anlage vor sich. Sie wird rund 60 Tage dauern. Insgesamt investieren die Betreiber im Zeitraum zwischen 2010 und 2017 eine Milliarde Franken in die Modernisierung ihres Werkes.

40 Prozent davon werden in die Sicherheit gesteckt, 20 Prozent in die Erhöhung der Energieeffizienz und 40 Prozent in den langfristigen Unterhalt und sonstige Neuinvestitionen.

Geräusche in der Umgebung des AKW

Am Samstagmorgen wird, wie jedes Jahr zu Revisionsbeginn, eine Funktionsprüfung an den Frischdampfventilen durchgeführt. Beim Öffnen des zu prüfenden Ventils wird von aussen sichtbar Dampf abgeblasen. Das dabei verursachte Rauschen ist in der näheren Umgebung des Kraftwerks hörbar.