AKW Leibstadt beantragt Langzeitversuch mit Chlordioxid

Das AKW Leibstadt hat einen 17-tägigen Versuch mit Chlordioxid zur Bekämpfung der Legionellen-Keime im Hauptkühlwasser abgeschlossen. Die Verantwortlichen beantragen nun beim Bund einen Langzeitversuch. Bisher wurde gegen die Keime Javelwasser verwendet.

Die Legionellen-Keime könnten theoretisch über den Dampf aus dem Kühlturm freigesetzt werden.

Bildlegende: Die Legionellen-Keime könnten theoretisch über den Dampf aus dem Kühlturm freigesetzt werden. Keystone

Die Ergebnisse aus den im August durchgeführten Versuchen hätten die gleichen positiven Resultate gezeigt, wie die Laborversuche, die zuvor durchgeführt wurden, schreibt das AKW in einer Mitteilung vom Montag.

Bis zur Genehmigung eines Langzeitversuches wendet das AKW Leibstadt nun weiterhin das Verfahren mit Natriumhypochlorit (Javelwasser) an. Sowohl Chlordioxid als auch Natriumhypochlorit finden bei der Wasseraufbereitung in Trinkwasseranlagen oder Schwimmbädern Anwendung.

Legionellen sind im Wasser lebende Bakterien, welche die Legionärskrankheit hervorrufen können. Dabei handelt es sich um eine Lungenentzündung, die einen lebensgefährlichen Verlauf nehmen kann.

Seit 2011 desinfiziert das AKW Leibstadt das Hauptkühlwasser mit Natriumhypochlorit. Die Legionellen-Keimzahl konnte so nachweislich verringert, aber nicht komplett vernichtet werden. Das Kühlwasser und die stark verdünnte chemische Substanz werden letztlich in den Rhein geleitet.