Atomenergie AKW Leibstadt steht länger still als geplant

Eigentlich wollten die Betreiber das Atomkraftwerk Leibstadt am Mittwoch wieder zurück ans Netz bringen. Die Atomaufsicht Ensi hat jedoch die Betriebsfreigabe noch nicht erteilt. Seit August 2016 steht Leibstadt still wegen Problemen mit den Brennelementen. Wann die Freigabe nun kommt ist unklar.

Die Kernkraftwerk Leibstadt AG (KKL) rechnet nun damit, dass man das Werk in der Nacht auf Samstag wieder hochfahren kann. Das sagt KKL-Mediensprecherin Karin Giacomuzzi am Dienstag auf Anfrage und bestätigt eine Meldung von «tagesanzeiger.ch».

Das AKW steht seit August still, da an den Brennelementen Verfärbungen festgestellt worden waren. Dabei handelt es sich um Oxidationen an den Hüllrohren, welche die Festigkeit des Materials beeinflussen.

Zu den Oxidationen kam es, weil es im Reaktorkern zu kritischen Siedezuständen gekommen war. Der Grund für diese sogenannten Dryouts ist noch nicht geklärt. Verschiedene Parteien und Organisationen aus verschiedenen Ländern hatten deshalb gefordert, das AKW dürfe erst wieder ans Netz, wenn darüber Klarheit herrsche. Die Atomaufsicht Ensi nahm zu einem möglichen Hochfahrtermin keine Stellung.

AKW Leibstadt

Bildlegende: Die Atomaufsicht erteilt dem AKW Ensi noch keine Freigabe, die Betreiber müssen abwarten. Keystone