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Alters-Statistik Aargau Warum sind die Freiämter so jung?

  • Der Bezirk Muri hat die jüngste Bevölkerung im Kanton Aargau. Auf einen Rentner kommen sechs Personen unter 65 Jahren.
  • Den höchsten Altersdurchschnitt haben der Bezirk Kulm sowie die Gemeinden im Jurapark.
  • Auch die grösseren Gemeinden wie Aarau, Baden und Wettingen haben eine eher ältere Bevölkerung.
Altersquotien
Legende: Je dunkler, desto älter: Altersquotient in den Aargauer Gemeinden per 31.12.2017 zvg / Statistik Aargau

Es ist eine ländliche Gegend. Es hat viele Bauernhöfe. Kühe grasen auf den Wiesen und am Horizont zeichnen sich die Umrisse der Alpen ab. Eine friedliche Gegend, wo sich gerne Familien niederlassen. Doch nicht nur wegen der Lage.

«Ins Freiamt ziehen viele junge Familien, die dort noch Bauland finden», erklärt Ruedi Steiner vom Aargauer Statistikamt. Deshalb sei die Bevölkerung dort jünger als im kantonalen Durchschnitt. Das Verhältnis der arbeitenden Bevölkerung (20- bis 65-jährig) zu den Rentnern liegt hier teilweise unter 4 zu 1.

Ältere Bevölkerung in Kulm, Jurapark und den Städten

Anders sieht es im Bezirk Kulm aus. Beispielsweise in Gontenschwil kommt auf zwei Arbeitsfähige ein Rentner. Das bedeutet, dass der Altersdurchschnitt höher ist als im Bezirk Muri. Auch die Gemeinden entlang des Juraparks schwingen beim Alter der Einwohner obenaus.

Selbst in den grossen Gemeinden wie Aarau, Baden und Wettingen ist die Bevölkerung älter als im Freiamt. Statistiker Ruedi Steiner erklärt dies damit, dass diese Gemeinden praktisch fertig gebaut sind. Junge Leute ziehen dann zu, wenn etwa die älteren Menschen sterben. Im Gegensatz dazu werden im Freiamt noch viele neue Häuser und Wohnungen gebaut.