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Altersheim Weingarten in Olten Happige Vorwürfe werden nicht bestätigt

  • 2016 und 2017 erhoben ehemalige Mitarbeiter schwere Vorwürfe gegen das Alters- und Pflegeheim Weingarten in Olten.
  • Die Rede war von mangelhafter Ernährung von Heimbewohnern, schlechter Hygiene und zu wenig Personal.
  • Nach mehreren Medienberichten veranlasste die Heimleitung eine externe Untersuchung.
  • Der Bericht liegt nun vor. Er bestätigt die Vorwürfe der ehemaligen Mitarbeiter nicht.
Altersheim Weingarten
Legende: Die happigen Vorwürfe gegen das Altersheim Weingarten in Olten werden nicht bestätigt. Andreas Brandt/SRF

Am 10. Januar 2018 habe die Firma Quality Service das Alters- und Pflegeheim Weingarten unter die Lupe genommen. Das schreibt die Heimleiterin auf der Internetseite des Heims.

«Aufgrund unseres Audits, den durch Stichproben eingesehenen Unterlagen, Beobachtungen und Gesprächen können wir die 2016/2017 erhobenen Vorwürfe von ehemaligen Mitarbeitenden und Arbeitnehmerorganisationen so nicht nachvollziehen oder bestätigen», schreibt Quality Service im Untersuchungsbericht.

Zu wenig Essen?

Die Vorwürfe waren happig. Eine ehemalige Heim-Mitarbeiterin erzählte im September 2017 gegenüber «Schweiz aktuell», die 2012 neu eingesetzte Heimleitung habe rigoros gespart. Es sei konstant zu wenig Personal für die betagten und pflegebedürftigen Bewohner im Dienst gewesen.

Oft habe es für die Bewohner zu wenig Essen gegeben und es habe ständig Material gefehlt – wie zum Beispiel Matratzenschoner oder Einlagen für inkontinente Patienten: «Die Leute waren oft einfach nass. Dann hat man einfach die Matratzen umgedreht.»

Aufsichtsbehörde zufrieden

Dass der externe Untersuchungsbericht diese Vorwürfe nicht bestätigen kann, hat auch der Kanton Solothurn als Aufsichtsbehörde zur Kenntnis genommen. Stand heute dürfe das Resultat als «gutes Ergebnis» gewertet werden, wird der Leiter soziale Organisationen und Sozialversicherungen am Dienstag im Oltner Tagblatt zitiert.

Das Alters- und Pflegeheim Weingarten gehört der Bürgergemeinde Olten. Deren Präsident hatte stets betont, bei den Vorwürfen handle es sich lediglich um Aktionen unzufriedener ehemaliger Mitarbeiter.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Beat. Mosimann (AG)
    Sie verbessern, unter Druck.Patient, die Gemeinde u. KK bezahlen sich an diesem System dumm und dämlich. Klar wird zu wenig Essen gegeben, die Begründung, die bewegen sich nicht mehr viel. Das Gebiss hält oft nicht optimal, wie kann dann ein Fleisch überhaupt gekaut werden, entweder lässt sie den Fleischklumpen aus dem Mund, versteckt es in die Serviette, dann hat sie eben nichts gegessen. Betreuung beim Mittagsessen, Arbeit hätte es genug, Arbeiter/innen auch. Kosten 12 000.- Monatlich + mehr?
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  • Kommentar von Ursula Blaser (u_bla.f8@gmx.ch)
    Als ehemalige in Alters-und Pflegeheimen tätig gewesene Pflegefachfrau, bestätige ich, dass zu wenig Personal für all die anfallenden Arbeiten mit betagten gebrechlichen, verlangsamten Menschen eingestellt werden. Die regelmässig erhobenen Einstufungen, enthalten Kriterien, die von eher praxisentfernten Personen erstellt werden. Bei Personalausfällen ist es oft so, dass das verbleibende Personal die Mehrarbeit übernehmen, oder einspringen muss. Das sind keine attraktiven Arbeitsbedingungen!
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  • Kommentar von M. Spring (Golf)
    Es ist zwar bereits 25 Jahre her als ich als Oberpfleger in diesem Heim angestellt war. Weil ich den Umgang mit Patienten und Mitarbeitenden anprangerte, zudem längstens abgelaufene Medikamente und uralte Pflegematerialien entsorgen wollte,wurde ich kurzum -mit fadenscheiniger Begründung- noch vor Ablauf der Probezeit entlassen! Habe danach einen weitaus besseren Job angenommen! Als Pfleger/Oberpfleger/Heimleiter habe ich oft festgestellt,dass Heimleitungen keine Ahnung von Geschäft hatten.
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