Automobilgeschäft Schweiz Amag-Konzernsitz entsteht nicht im Aargau sondern in Cham

Die Amag hat ihre Wurzeln im Aargau, den Konzernsitz in Buchs ZH. Der Autohändler hat vor einer Weile angekündigt, dass er einen neuen Konzernsitz ins Auge fasst. Im Aargau hoffte man auf den Zuschlag. Nun ist klar: Cham im Kanton Zug hat das Rennen gemacht.

Visualisierung

Bildlegende: So soll der Konzernhaupsitz dann aussehen. zvg/Amag

Im Herbst 2019 zieht die Amag Gruppe in Cham in eines Bürogebäude, in die Überbauung «Helix». Vier Gebäude mit total 23'000 Quadratmetern Dienstleistungsflächen gibt es hier. Die Amag wird Mieterin der Bürogebäude, das teilt das Unternehmen am Mittwoch mit.

Amag Import, Amag Leasing, die Zentralverwaltung und der Supportbereich an den heutigen Standorten Schinzach-Bad AG, Baden-Dättwil AG, Buchs ZH und Zürich Utoquai werden im neuen Bürohaus in Cham untergebracht.

Nicht alle Abteilungen betroffen

Nicht betroffen vom Standortwechsel seien die gesamte Teilelogistik der Amag Import in Buchs ZH, die Amag Academy in Schinznach-Bad und die Garagenbetriebe in Schinznach-Bad und Zürich Utoquai, sagt die Amag.

«Der Standort Schinznach-Bad ist quasi unser Mutterhaus», meint Firmensprecher Dino Graf. Dieser und andere Aargauer Standorte blieben erhalten.

Mitarbeitende mitnehmen

Der Umzug der Abteilungen mit rund 850 Mitarbeitenden sei für das dritte Quartal 2019 geplant, so die Firmenleitung.«Grundsätzlich möchten wir, dass alle aktuellen Mitarbeitenden auch am neuen Standort weiterhin für uns arbeiten», betont Graf. Im Einzelfall werde man allenfalls auch andere Lösungen finden.

Die Amag beschäftigt total rund 5600 Angestellte. Im letzten Jahr machte sie einen Umsatz von 4,55 Milliarden Franken.

Aargauer Wurzeln der Amag

Aargauer Wurzeln der Amag

Keystone

1947 ist das zentrale Jahr für die Amag. In Schinznach-Bad wurde nach dem Krieg ein altes Lagerhaus gefunden, hier wurde die Automontage Schinznach gegründet. 30'000 Fahrzeuge wurden hier importiert. Die Aargauer Wurzeln bleiben wichtig, sagt Dino Graf, Mediensprecher der Amag, im Interview mit Radio SRF.