Auch Brugg beklagt sich über den Kanton

Die Stadt Brugg budgetiert für 2014 leicht rote Zahlen. Schuld daran sei unter anderem der Kanton, wurde am Freitagabend im Einwohnerrat Brugg diskutiert: Der Kanton überwälze immer mehr Kosten an die Gemeinden.

Ein Zug fährt über eine Brücke, im Hintergrund ist die Stadt Brugg sichtbar

Bildlegende: In Brugg stand es um die Finanzen auch schon besser Keystone

Alleine die jährlichen Kosten für die Lehrerlöhne und den öffentlichen Verkehr seien in den letzten 4 Jahren um 4 Millionen Franken gestiegen, betonte der Brugger Finanzdirektor Martin Wehrli. Für ihn ist klar, «der Kanton soll die Kosten, die er selbst verursacht, auch selbst tragen».

Wehrli appellierte an jene Einwohnerräte, die auch im Grossen Rat sitzen: Sie sollen auf Kantonsebene Gegensteuer geben. Der Brugger Einwohner- und Aargauer Grossrat Adrian Kerkhoven (GLP) hat diesen Appell nur teilweise erhört.

Kerkhoven findet, «die Stadt hat ihr Sparpotential noch nicht voll ausgeschöpft». Diesen Vorwurf lässt Martin Wehrli allerdings nicht gelten. «Jetzt noch mehr zu sparen würde bedeuten, Investitionen hinaus zu schieben», sagt er.