Handball Aargau Auch der STV Baden möchte ganz vorne mitspielen

Der STV Baden blickt auf eine starke Saison zurück. In der Handball NLB belegte Baden zum Schluss Rang 3. Nach der verpatzten Saison zuvor markiert Städtli nun also die Ambitionen als drittes Aargauer Team ganz vorne mitspielen zu wollen. Doch ob es nächste Saison so weitergehen kann, ist offen.

Handballer im Sprungwurf

Bildlegende: Einer der Leistungsträger, der den STV Baden verlässt ist Gian Grundboeck, hier im Abschluss gegen den TV Möhlin. zvg: Facebook STV Baden

Rang 3 zum Saisonabschluss sei ein ausgezeichnetes Resultat, sagt STV Baden Sportchef Adi Lehner im Gespräch mit Radio SRF, aber: «Wir hatten mannschaftsintern eigentlich das Ziel den zweiten Platz zu erreichen und die Barrage-Spiele zu bestreiten, das hat aber leider nicht geklappt.»

Der Sportchef unterstreicht mit der Aussage die Ambitionen der ersten Herrenmannschaft des STV Baden. Man wolle durchaus vorne mitspielen in der Nationalliga B und spiele sogar mit dem Traum den Aufstieg in die NLA zu realisieren.

Der STV Baden möchte also durchaus neben dem NLA-Team HSC Suhr Aarau und dem TV Endingen, der in dieser Saison ebenfalls in die NLA aufgestiegen ist, als drittes Aargauer Team im Schweizer Handball vorne mitspielen.

Bei der Juniorenförderung gibt es noch Potential

Die gute Leistung dieser Saison zu bestätigen dürfte allerdings auch schon zur Herausforderung werden. Zwei wichtige Leistungsträger haben den STV Baden auf Ende Saison verlassen. Sie zu ersetzen sei nicht einfach, meint Adi Lehner: «Wenn wir hunderttausende Franken zur Verfügung hätten, würde es schon gehen, haben wir aber nicht.»

Obwohl man diverse Gespräche mit möglichen neuen Spitzenspielern führe, möchte der STV Baden lieber auf junge Spieler setzen, am liebsten aus dem eigenen Nachwuchs. Hier habe man allerdings noch Aufbauarbeit zu leisten, gibt Lehner zu.

Es mangle derzeit noch etwas an eigenem Juniorennachwuchs, aber der Verein sei auf gutem Weg: Der Erfolg der ersten Mannschaft helfe mit wieder mehr Nachwuchs zu holen. Die Handballangebote im Schulsport in Baden würden immer beliebter und man habe einen neuen Trainer für die U9/U11-Mannschaft, der viel Schub mitbringe.

Der Traum vom Aufstieg

Obwohl noch nicht ganz klar sei, wie stark das Kader für nächste Saison ausfallen wird, habe man sich das Ziel gesetzt, nächstes Jahr mindestens um den Aufstieg mitzuspielen. Eine Änderung des Spielmodus erschwere das aber auch noch, es wird in der NLB-Saison 2017/18 nur noch einen statt wie bisher zwei Aufsteiger geben.

Als dritter Vertreter aus dem Aargau in die NLA aufzusteigen, bleibe aber schon ein Traum sagt Adi Lehner: «Nächstes Jahr feiert der STV Baden sein 150-jähriges Jubiläum. Gerne würden wir Handballer dem Stadtturnverein zum Jubiläum den Aufstieg schenken.» Das sei natürlich sehr hoch gegriffen, aber man behalte es dennoch im Hinterkopf.