Winterdach fürs Freibad Auch Region Aarau denkt über aufblasbare Halle nach

Zu viele Schwimmer, zu wenig Schwimmbecken. Dieses Problem in den Wintermonaten könnte bald behoben werden.

Die Situation heute: Seit Jahren gibt es in der Region Aarau während den Wintermonaten Engpässe in den Hallenbädern. Es gibt schlicht zu wenig Schwimmbecken für Schüler, Schwimmclubs und Hobbyschwimmer. «Wir sind mehr als am Limit», sagt Adrian Escher, Präsident des Schwimmclubs Aarefisch. Der Club könne sich so nicht entwickeln.

«  Heute sind wir mehr als am Limit. »

Die mögliche Lösung: Der Schwimmclub schlägt vor, das Freibad Suhr-Buchs-Gränichen mit einer Traglufthalle wintertauglich zu machen. Eine Machbarkeitsstudie zeigt, dass dies technisch möglich wäre. Alle drei Schwimmbecken hätten unter der aufblasbaren Halle Platz. Geheizt würde sie mit dem Fernwärmenetz der Kehrrichtverbrennungsanlage in Buchs. Das Freibad ist dort bereits angeschlossen.

Das spricht dafür: Die Kosten. Sanierungen, Erweiterungen und Neubauten von Hallenbädern kosten die Gemeinden sehr viel Geld. Viele können sich das nicht leisten. Rothrist zahlt beispielsweise 20 Millionen Franken für ein neues Hallenbad. Zum Vergleich: Die aufblasbare Halle in Suhr würde 3,5 Millionen Franken kosten. «Aus finanziellen Gründen ist das eine echte Alternative, ausserdem ist die Halle schnell realisierbar», so Adrian Escher.

«  Das ist eine echte Alternative. »

So geht es weiter: Der Schwimmclub hat sein Konzept bereits den betroffenen Gemeinden präsentiert. Der zuständige Stadtrat zeigt sich auf Anfrage offen für die Idee. Als nächstes wird die Idee nun dem Kanton Aargau vorgestellt. Dieser kommt als Geldgeber in Frage. Denn mit einem wintertauglichen Freibad könnte er wohl auf eine Erweiterung des Hallenbads im Aarauer Telliquartier verzichten. Er betreibt dieses teilweise.

Schwimmbecken mit Halle darüber.

Bildlegende: So sieht eine Traglufthalle aus. ZVG/Sportzentrum Zuchwil