Auf Autobahnausfahrten gibt es besonders häufig Unfälle

In den Kantonen Aargau und Solothurn gibt es viele Unfälle auf Autobahnausfahrten. Nicht überall ist die Situation jedoch gleich. Es komme auf die Situation nach der Ausfahrt an.

Besonders im Bereich von Ausfahrten und Baustellen kommt es häufig zu Unfällen, wie hier im Februar 2012 in Niederlenz.

Bildlegende: Besonders im Bereich von Ausfahrten und Baustellen kommt es häufig zu Unfällen, wie hier im Februar 2012 in Niederlenz. Keystone

Im Aargau gibt es jedes Jahr über 2500 Verkehrsunfälle. Im Kanton Solothurn sind es rund 1500. Die Sonntagszeitung und der Tagesanzeiger haben alle Unfälle ausgewertet. Nun zeigt sich, wo besonders oft Unfälle passieren.

Dabei zeigt sich: Die neuralgischen Punkte in den Kantonen Aargau und Solothurn sind die Autobahnausfahrten. Das Problem ist allerdings nicht bei allen Ausfahrten gleich gross. So gibt es etwa bei den Autobahnausfahrten in Baden weniger Unfälle als in Lenzburg oder auch Egerkingen.

Der Mediensprecher des Bundesamtes für Strassen, Thomas Rohrbach, erklärt sich dies damit, dass die Verkehrssituationen unterschiedlich sind, wie er gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF ausführt. Die Frage ist vor allem, wie sich die Situation gleich nach der Ausfahrt präsentiert. Können etwa die Autos frei wegfahren oder hat es ein Lichtsignal. Bildet sich nämlich ein Rückstau, dann ist die Gefahr von Auffahrunfällen grösser.

Teilweise mussten die Behörden auch schon nachbessern. So musste etwa der Autobahnanschluss in Grenchen nach der Eröffnung überarbeitet werden. Dies, weil es dort viele Unfälle gab.

Auf den Autobahnanschlüssen, aber auch auf der Autobahn selbst, gibt es jedoch nicht die schwersten Unfälle. Es bleibt meist bei Blechschäden. Die meisten Unfall-Toten und Schwerverletzten gibt es in den Kantonen Aargau und Solothurn. Meist sind die Opfer Fussgänger, Velo- und Motorradfahrer.