SVP Kanton Solothurn Auf die verpatzten Wahlen folgt das Köpferollen

Die Wahlen 2017 verliefen für die Solothurner SVP nicht wunschgemäss. Der Regierungsratskandidat war chancenlos und im Parlament muss die Partei einen Sitz abgeben. Der Präsident, die Vizepräsidentin und der Kassier ziehen daraus nun die Konsequenz.

Garderobe mit SVP Plakat.

Bildlegende: Die SVP Kanton Solothurn muss sich auf Personalsuche machen. Keystone

Silvio Jeker hat genug. Der Präsident der SVP Kanton Solothurn stellt sich an der Generalversammlung vom 20. April nicht mehr zur Verfügung als Parteipräsident. Das habe er der Parteileitung am 11. April mitgeteilt, schreibt Jeker am Dienstag in einer Medienmitteilung.

Der Schritt falle ihm schwer, aus seiner Sicht habe er seit seiner Wahl 2013 Erfolge in vielen Bereichen erzielt. Ein Wermutstropfen sei allerdings sicher der verlorene Kantonsratssitz bei den diesjährigen Wahlen gewesen, schreibt der Parteipräsident in der Mitteilung weiter.

Die SVP hatte bei den Erneuerungswahlen das Ziel deutlich verfehlt, erstmals einen Sitz in der Kantonsregierung zu erobern. Die Partei nahm ihren Kandidaten, Kantonsrat Manfred Küng, nach dem schlechten Stimmenresultat aus dem Rennen. Im Kantonsrat verlor die SVP ein Mandat. Sie hält noch 18 Sitze.

Rücktrittsforderung stand im Raum

Unmittelbar nach den Wahlen gab es denn auch laut Jeker eine Rücktrittsforderung. Nach «reiflichen Überlegungen und vielen Gesprächen mit der Familie sowie Parteifreunden» entspreche er nun dieser Forderung.

Mann an Mikrofon.

Bildlegende: Silvio Jeker wurde 2013 als Parteipräsident gewählt. SRF

Dem Wunsch eines «Neuanfangs» kommen neben dem Parteipräsidenten auch die Vizepräsidentin, Kantonsrätin Christine Rütti, und der Kassier, Kantonsrat Hugo Schumacher, nach. Vizepräsident Rolf Joachim hatte sein Amt bereits nach der Rücktrittsforderung per sofort geräumt.

Silvio Jeker war im Mai 2013 als unerfahrener Neukantonsrat an die Spitze der Partei gewählt worden. Er ersetzte Nationalrat Walter Wobmann als Parteipräsidenten und sollte den Generationenwechsel einläuten.