Aarauer Jugend Aufregung um Jugendkulturhaus Flösserplatz

Gelbes Haus mit rotem Dach, Sprayereien an Fassade.

Bildlegende: Keystone

Aarauer Jugendlokale: Die Stadt Aarau hat zwei Lokale für Oberstufenschüler, das Wenk im Zentrum, hier ist die Jugendarbeit zu Hause. Hier werden Sorgen und Themen der U16-Jugendlichen angegangen. Das Wenk-Gebäude gehört dem Kanton. Und dann gibt es das langjährige Jugendkulturhaus Flösserplatz in der Nähe der Aare. Hier können Jugendliche Partys und Konzerte auf die Beine stellen, mit Hilfe eines Coachs. Das Haus gehört der Stadt.

Die Aufregung: Die «Aargauer Zeitung» schrieb vor ein paar Tagen, dass die Liegenschaftsverwaltung des Jugendhauses Flösserplatz eine Umnutzung prüfe. Von einer möglichen Schliessung war die Rede. Daraufhin haben sich Parteien und Organisationen, die SP Aarau oder die AG Jugend&Kultur zum Beispiel, gemeldet. Der Flösserplatz, kurz «Flössi», müsse bleiben, auf jeden Fall, man werde sich dafür einsetzen.

Eine Schliessung «unter dem Deckmantel einer Überprüfung der Jugendkonzepte» akzeptiere man nicht, schreibt die AG in einer Mitteilung. Die SP erwartet vom Stadtrat umfassende Informationen und will sich für einen Ort für die Jugend einsetzen.

Fakt ist: Auf Antrag des Stadtrats wird überprüft, was man mit dem Flösserplatz sonst noch mache könnte, an wen man das Haus vermieten könnte. Dies mit Blick auf die Überprüfung der Jugendarbeit. Sollte sich zeigen, dass es den Flösserplatz nicht mehr braucht, müsse man Alternativen bereit haben, sagt Franziska Graf, die zuständige Stadträtin (SP, Ressort Bildung und Jugend) gegenüber SRF.

Ziel März 2018: Man überprüfe alle Fakten ergebnisoffen, hinterfrage das Jugendkonzept von 2006, entweder müsse man eine neue Lösung für das Jugendkulturhaus finden oder dieses gar noch stärken. Das wisse man aber erst im März 2018, sagt Franziska Graf im Interview mit SRF.

Jugendkulturhaus Flösserplatz

Das Haus gehört der Stadt. Die Liegenschaftsverwaltung, eine stadtinterne Abteilung, bewirtschaftet das Gebäude. Netto kostet das Haus die Stadt 425'000 Franken pro Jahr. Mit einer Vermietung an Notare zum Beispiel könnten bis zu 100'000 Franken pro Jahr geniert werden. Die Frage ist , für wie viel das Haus renoviert werden müsste.