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Aargau Solothurn Aus alt mach neu: Der «Küttiger Frosch»-Schlitten modern designt

Die 27-jährige Produkte- und Industriedesignerin Christa Rüetschi hat den «Küttiger Frosch» neu designt. Sie hat das Modell ihres Urgrossvaters als Vorlage genommen und dieses in eine zeitgenössische Form übertragen. Nun sucht sie Abnehmer.

Die Produktedesignerin Christa Rüetschi auf ihrer modernen Adaption des klassischen Schlittens «Küttiger Frosch».
Legende: Die Produktedesignerin Christa Rüetschi auf ihrer modernen Adaption des klassischen Schlittens «Küttiger Frosch». zvg

Schon im «Bachfischet-Lied» wird der Küttiger Frosch besungen. So heisst es am Schluss des Liedes: «D Chöttiger, d Chöttiger riite'n' of de Frösche.»

Wieso diese besonderen Einplätzer-Schlitten Frosch heissen, weiss auch Christa Rüetschi nicht: «Vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass man die Füsse während der Fahrt hochhalten muss, und so wie ein Frosch aussieht.»

Die junge Frau hat während dem Studium in «Industrial Design» den Schlitten entwickelt. «Wir hatten vier Wochen Zeit für die Entwicklung eines Schlittens.

Danach stand ich noch einmal eineinhalb Wochen in der Schreinerei um den Schlitten dann zu bauen», erklärt Christa Rüetschi.

Leichter, Feiner und anderes Holz

Der neue «Frosch» ist um einiges leichter als die Variante des Urgrossvaters. Er wirkt auch viel luftiger. Christa Rüetschi hat auch anderes Holz verwendet.

Das alte Modell ist aus Buchenholz, das neue Modell wurde aus Esche gebaut. «Dies ist sehr leicht, aber auch strapazierfähig», so Rüetschi. Zudem hat sie den Schlitten verleimt und nicht mehr mit viel Metall zusammengehalten, auch dies spart Gewicht.

Kleinserie produzieren

Christa Rüetschi hat in Schafhausen eine Schreinerei gefunden, diese stellt nun acht «Frösche» her. Fünf davon hat sie bereits verkauft – für 1500 Franken. Christa Rüetschi ist sich bewusst, dass dies ein hoher Preis ist. Sie glaubt aber, dass viele den Schlitten noch anders einsetzen werden. «Viele werden ihn wohl als Design-Stück mit regionaler Verankerung sehen. Diese Menschen haben Freude an Schlitten und an der Handwerksarbeit», so Rüetschi.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Hans R. Schaffner, 4313 Möhlin
    Frau Rüetschi hat ein interessantes, ansprechendes Designerstück geschaffen. Kompliment. Beim "alten" Modell sind alle Kanten und Ecken aus gutem Grund, mit Bedacht und weiser Voraussicht, wohlgerundet bearbeitet worden. Da speziell auch Kinder in der Nutzung von Spielzeug sehr erfinderisch sind, darf angeregt werden, mögliche Verletzungsrisiken und -konsequenzen durch die Ecken und Kanten des neuen Modells mit dem Fachmann (z.B. Hausarzt) rechtzeitig zu besprechen. Viel Erfolg!
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  • Kommentar von Martin Neuenschwander, 4812 Mühlethal
    Der Schlitten sieht zwar gut aus... Was aus meiner Sicht nicht berücksichtigt wurde, ist die mögliche Verletzungsgefahr des neuen Schlittens. Beim alten Frosch sind die Kanten gerundet... Beim neuen sind sie scharfkantig. Bei einem Sturz kann das fatale Folgen haben.
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