Aus Fehlern lernen und im richtigen Stockwerk landen

In diesen Tagen kreisen wieder Armeehelikopter am Solothurner Himmel: Das Militär macht mit der Polizei, den Rettungsdiensten und dem Zivilschutz eine Grossübung. Es ist die gleiche wie schon im März dieses Jahres. Dieses Mal will man aber die Fehlern vom letzten Mal vermeiden.

Bei der Wiederholung der Grossübung «Soletta» sollen die Fehler der letzten Ausgabe vermieden werden.

Bildlegende: Bei der Wiederholung der Grossübung «Soletta» sollen die Fehler der letzten Ausgabe vermieden werden. SRF

«Hier ist niemand.» So tönte es letzten März, als die Sondereinheit «Falke» der Solothurner Kantonspolizei ein Stockwerk mit Terroristen stürmen wollte. Die Gruppe war im falschen Stock, weil die Polizei die Stockwerke immer von unten her zählt und das Militär von oben her. Den Einsatzleitern war das peinlich, für die Übungsleiter war genau das Sinn und Zweck der Übung.

«Wir machen solche Übungen, um im Ernstfall Fehler zu verhindern. Und wir machen die Übung Soletta nochmals, um aus Fehlern zu lernen», erklärt Diego Ochsner, Chef des Kantonalen Führungsstabs, gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF.

Vom 2. Bis am 4. September üben deshalb Militär, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und Zivilschutz nochmals drei Szenarien: Terroristen besetzen ein altes Fabrikgebäude, in einer Chemie-Anlage passiert ein Unfall und eine grosse Konferenz wird gesichert. Rund 1000 militärische und 200 zivile Personen nehmen an der Übung teil.