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Aussergewöhnlicher Umzug Zügel-Training: Stricklers Raubtiere üben das Einsteigen

Legende: Video Umzug mit Raubtieren abspielen. Laufzeit 04:09 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 05.01.2018.

Ein Lieferwagen, ein paar Kartonkisten und Kollegen die mit packen. Das braucht es normalerweise für eine Zügelaktion. Bei René Strickler in Subingen ist das schon etwas aufwändiger.

Ein langer Gittertunnel ist nötig, dazu ein grosser Lastwagen mit aufklappbarer, vergitterter Seitentüre und vor allem eines: Viel Geduld. Denn Strickler zügelt im Frühling unter anderem vier Löwen, fünf Pumas und sechs Tiger. Es dürfte die wohl spekaktulärste Zügelaktion sein, die der Kanton Solothurn 2018 erlebt.

Training um Stress zu vermeiden

Für die Tiere ist ein Umzug eine ungewohnte Situation, die zu Stress führen kann. Deshalb übt René Strickler seit Anfang Januar mit den Tieren. Sie werden durch den Gittertunnel vom Gelände auf einen Lastwagen geführt, Stück für Stück, ohne Zwang.

Die Tiger haben die erste «Trainingseinheit» bereits durchgeführt und gut gemeistert. Nach anfänglichem Zögern haben die ersten drei Tiger den Lastwagen betreten, die weisse Tigerdame Alischia wollte zuletzt gar nicht mehr hinaus.

Gezügelt wird, weil der Landbesitzer bereits 2009 bekannt gab, das Land des Raubtierparks anderweitig nutzen zu wollen. Dagegen wehrte sich der Betreiber und ehemalige Tierdompteur René Strickler mehrere Jahre auf juristischem Weg.

Seit anderthalb Jahren ist klar: Der Park muss definitiv weg. Mittlerweile dürfte er sogar zwangsgeräumt werden. Doch in letzter Sekunde ist eine neue Lösung auf den Tisch gekommen.

Baubewilligung fehlt immer noch

Der Park zieht um, nach Crémines, in den Berner Jura. Dort gibt es bereits einen Park, die Siky Ranch. Diese kämpfte mit finanziellen Problemen und wird nun vom Raubtierpark übernommen. Beide Parks werden damit zusammengeführt, als Siky Park, und schliesslich ausgebaut.

Allerdings fehlt dafür noch immer die Baubewilligung. Werner Ballmer, Verwaltungsratspräsident des Raubtierparks, erwartet das dringend nötige Papier jeden Moment. «Es gibt keine Einsprachen, deshalb rechne ich mit einer baldigen Bewilligung», erklärt er gegenüber «Schweiz aktuell».

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Gurzeler (B.Gurzeler)
    Wünsche ä gute Umzug für meine Lieblingstiere der Tiger, an den neuen Ort.
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    1000 - 40 KM2 groß kann das Streifzuggebiet, dieser prächtigen Katzentiere sein. Manchmal frage ich mich schon, ist es besser zu überleben unter solchen reduzierten Umgebung - wenn auch wahrscheinlich völlig dem neusten Bio-wasauchimmer-Wissenstand angepasster Haltung - oder wäre es besser auszusterben? Im Zoo, ich finde den Zoo in Zürich sehr gut gemacht, doch auch hier in ? Quadratmetern gehalten? Im Wissen auch, ohne Großwild in der freien Natur ist das Nahrungsgeflecht maßgeblichst gestört.
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