Autobahn A1: Neue Brücke für Reh und Hase

Die Bautätigkeit der Menschen schränkt den Lebensraum der Tiere ein. Strassen sind grosse Hindernisse für Rehe oder Hasen. Der Bund hat deshalb Wildtierkorridore von überregionaler Bedeutung definiert. Und versucht, diese zu erhalten. Dafür gibt er bei Suhr nun Millionen aus.

Luftaufnahme der Autobahn A1

Bildlegende: Eine Grenze aus Teer: Die Autobahn A1 im Aargau (bei Entfelden). Keystone

«Lebensräume vernetzen», so lautet das Ziel der Wildtierkorridore. Tiere kommen durch grössere Lebensräume einfacher an Nahrung und an neue Partner. Das Bundesamt für Umwelt hat definiert, welche Korridore wichtig sind: Der Korridor «A6» bei Suhr gehört dazu, wie das Bundesamt für Strassen (Astra) in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt.

Deshalb plant das Astra dort eine neue Wildtierüberführung. Die Überführung «Rynetel» wird 50 Meter breit und mit Erde überdeckt und bepflanzt. Darunter ist eine Bogenkonstruktion geplant mit einer Spannweite von zwei Mal 17 Metern.

Das Baugesuch für die Überführung liegt ab nächster Woche in den betroffenen Gemeinden Suhr und Gränichen öffentlich auf, wie das Astra schreibt. Die Kosten für die Wildtierüberführung belaufen sich auf knapp 14 Millionen Franken. Diese werden vom Bund getragen.

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Teure Wildtier-Brücken

5:09 min, aus Einstein vom 10.4.2014