Zum Inhalt springen

Autobahn A3 Die automatische Enteisung nützt – aber nicht immer

Seit 10 Jahren hat es auf der Autobahn A3 in Mumpf eine Enteisungsanlage. Seither gibt es dort weniger Unfälle. Aber es gibt immer noch.

Die tragische Vorgeschichte: Der 31-jährige Polizist wollte helfen. Früh am Morgen im Dezember 2006 fuhr er mit seiner Patrouille zu einem Unfall auf der A3. Dort waren wegen des Glatteises auf der Fahrbahn zwei Autos kollidiert. Der Polizist wollte zusammen mit seinem Kollegen die Unfallstelle sichern. Doch dabei wurde er von einem Auto erfasst, das auf der vereisten Fahrbahn ins Schleudern gekommen war. Der 31-Jährige verstarb noch auf der Unfallstelle.

Damals sei die A3 bei Mumpf ein Unfallschwerpunkt gewesen, sagt Bernhard Graser, Mediensprecher der Aargauer Kantonspolizei. Auf dem Viadukt über dem Mumpfbach sei die Autobahn A3 häufig vereist gewesen, entsprechend häufig hätten die Lenker die Herrschaft über ihre Fahrzeuge verloren.

Autos auf schneebedeckter Strasse
Legende: Unfälle bei Schnee und Eis gibt es auf dem A3-Viadukt im Fricktal immer wieder. Auch heute noch. Imagostock (Symbolbild)

Die Massnahme dagegen: Doch in den letzten 10 Jahren habe sich dies geändert. «Wir stellen fest, dass wir an dieser Stelle heute nicht mehr so viel Unfälle haben wie früher», sagt Graser. Die Vermutung liegt nahe, dass dies mit der Enteisungsanlage zusammenhängt, die vor rund zehn Jahren auf der Strecke in Mumpf installiert wurde.

Sie besprüht bei Minustemperaturen oder bei Nässe die gesamte Fahrbahn auf dem Viadukt mit einem Taumittel - und soll so das Gefrieren der Fahrbahn verhindern. Es handelt sich dabei um die einzige sogenannte «Taumittel-Sprühanlage» auf den Autobahnen in den Kantonen Aargau und Solothurn.

Doch nützt es wirklich? Am letzten Freitag hat sich genau auf dieser Strecke wieder ein Unfall ereignet, bei welchem die Polizei in der Medienmitteilung auf die eisglatte Fahrbahn verweist - trotz Enteisungsanlage.

Hat die Enteisungsanlage etwa am Freitag gar nicht funktioniert? Doch, das habe sie, sagt Esther Widmer vom Bundesamt für Strassen. «Die Anlage hat sich letzten Freitag am morgen um halb fünf automatische eingeschaltet und Taumittel auf die Strasse versprüht.» Allerdings könne eine Enteisungsanlage nicht sämtliche Unfälle verhindern, sagt Widmer weiter.

Die Lehren für Autofahrer: Inwiefern die Eisglätte auf der Autobahn den Unfall am letzten Freitag beeinflusst habe, will Polizeisprecher Graser nicht beurteilen. Doch selbst bei trockener Fahrbahn bleibe jener Abschnitt auf der A3 zwischen Eiken und Rheinfelden tückisch, betont er.

«Es hat dort heikle Kurven auf der Autobahn, es lohnt sich die Geschwindigkeit anzupassen und vorsichtig zu fahren.»

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Patrik Müller (P.Müller)
    Wenn MANN weis, dass dort enteist wird, wird einfach schneller gefahren... Wenn es einen Polizisten trifft wird subito gehandelt. In Läufelfingen entdeckte die Polizei einen nicht 120% Gesetzeskonform, von der Gemeinde angebrachte Spiegel, um eine Einfahrt einer Neben- in die Hauptstrase sicherer zu machen. Der Spiegel MUSS weg. Wo leben wir?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen