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Aargau Solothurn Axpo übernimmt deutschen Windpark-Betreiber

Der Energiekonzern Axpo aus Baden baut sein Engagement im Bereich erneuerbare Energien aus. Axpo will die deutsche Firma Volkswind GmbH übernehmen. Volkswind betreibt zur Zeit 31 Windpärke und hat noch viele Projekte in Planung.

Windräder auf einem weiten Feld
Legende: Ein Windpark der Firma Volkswind in Deutschland. zvg

Der Badener Energiekonzern macht einen «bedeutenden Schritt» beim Ausbau des Bereichs erneuerbare Energien. Mitte Juli habe man den Kaufvertrag für die deutsche Volkswind GmbH unterzeichnet, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Windpärke in Europa und Amerika

Volkswind betreibt zur Zeit 31 aktive Windpärke. Diese haben zusammen eine Leistung von 154 Megawatt. Das entspricht gut 10 Prozent der Leistung des Kernkraftwerks Leibstadt. Die Firma habe noch viele Projekte in der Pipeline, wie Axpo schreibt. Vor allem in Deutschland und Frankreich.

Axpo-Logo
Legende: Die Axpo aus Baden setzt auf Wind-Energie: Was ihr Volkswind wert ist, hält sie aber geheim. Keystone

460 Megawatt hätten bereits eine Baugenehmigung, dazu seien weitere 2'500 Megawatt projektiert. Volkswind entwickelt aber auch Windpärke für andere Kunden, darunter auch solche aus Nordamerika.

Die Firma Volkswind wurde 1993 gegründet, hat ihren Sitz in Ganderkesee in Norddeutschland und gehört laut Axpo zu den «erfolgreichsten unabhängigen Windparkentwicklern und Betreibern in Deutschland und Frankreich». Sie beschäftigt zur Zeit etwa 60 Mitarbeitende. Diese will die Axpo übernehmen.

Keine Angaben zum Kaufpreis

Volkswind werde zu einer Tochtergesellschaft und behalte den Unternehmensnamen sowie eine «weitgehende Eigenständigkeit» in organisatorischer Hinsicht, hält die Axpo weiter fest. Über den Kaufpreis habe man Stillschweigen vereinbart.

Die Axpo Energie AG gehört mehrheitlich den Kantonen Aargau, Zürich, Zug, Glarus und weiteren kantonalen Elektrizitätswerken. Der Konzern ist an mehreren Atomkraftwerken beteiligt (zu 100 Prozent an den Beznau-Reaktoren), betreibt aber auch Wasserkraftwerke und will den Bereich erneuerbare Energien ausbauen.

Wie auch andere Energiekonzerne leidet die Axpo aktuell unter den tiefen Strompreisen und hat zum Teil massive Verluste geschrieben.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Brenner, alilei
    90'000 Haushalte mit Strom versorgen? Das ist nun einfach Unsinn. Wenn der Wind nicht weht - und das tut er meistens grossflächig - läuft gar nichts. KKW, oder schlimmer Braunkohle muss einspringen. Ein Windpark kann niemals ein KKW ersetzen. Die Mittelaltertechnologie Windkraft zusammen mit der Hobby-und Spielzeugtechnologie PV soll unsere Stromzukunft sichern? Dazu gehört wirklich ein fester, faktenrestistenter Glauben. Nur mit kurzfristiger Geldgier ist der Axpo-Entscheid nachzuvollziehbar.
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  • Kommentar von Johannes Wenger, Birmensdorf ZH
    Lobenswert, dass langsam auch hiesige Unternehmen die Zeichen der Zeit erkennen und in die Zukunft investieren. Schade nur, dass keine Schweizer Lieferanten zum Zuge kommen. Es gäbe hierzulande nämlich einige innovative Technologieunternehmen im Bereich erneuerbare Energien. Nur haben sie wenig Chancen, vorne mitzumischen, wenn die grossen Geldbeträge ins Ausland fliessen. Versorgungssicherheit sollte, wie es auch in der Landwirtschaft der Fall ist, höher gewertet werden als Gewinnmaximierung.
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