Baden kann seine Geschichte neu darstellen

Der Bau der neuen Ausstellung im Historischen Museum Baden kostet 1.9 Millionen Franken. Der Einwohnerrat sprach diesen Betrag am Dienstagabend. Allerdings mit der Auflage, dass noch 15 Prozent gespart werden müssen.

Museum Baden

Bildlegende: Museum Baden, Sonderausstellung «Frieden verhandeln». In diesen Räumen entsteht jetzt die neue Dauerausstellung. zvg

Interaktiv soll sie sein, die neue Dauerausstellung im Historischen Museum Baden. Schwerpunkte sind die Geschichte der Bäder und die Industrie. Der Besucher muss sich nicht an einen fixen Rundgang halten. Denn alle Objekte sind untereinander verlinkt und verweisen gegenseitig aufeinander. So kann das Publikum sich durch die neue Ausstellung treiben lassen.

Die neue Ausstellung kostet 1.6 Millionen Franken. Dazu kommen gegen 300'000 Franken für eine bessere Klimaanlage im Museum. Total also 1.9 Millionen Franken. Aus Sicht der SVP viel zu viel Geld. Sie lehnte die Kredite ab.

FDP beantragte Kürzung der Kosten

Auch die FDP tat sich schwer mit dem Antrag des Stadtrates. Ursprünglich einmal war nämlich die Rede davon gewesen, dass eine Million genügen würde für die neue Ausstellung. Zuerst wollte die FDP den Kredit wie die SVP ablehnen. Sie liess sich dann aber von den anderen Parteien dazu überreden, einen Zusatzantrag zu stellen. Dieser lautete, dass 15 Prozent der Kosten in die Reserve verschoben werden müssen.

Im Klartext: Die Kosten sollen um 15 Prozent sinken. Dieser Antrag kam durch und dann gab auch die FDP grünes Licht für die neue Ausstellung im Historischen Museum Baden. 38 Ja zu 10 Nein lautete die Schlussabstimmung.

Stadtrat tritt nicht zurück

Der Einwohnerrat erklärte einen Vorstoss von Reto Huber (CVP) als dringlich, der den Stadtrat auffordert, geschlossen zurückzutreten. Baden brauche nach der Affäre um Geri Müller einen politischen Neuanfang. Die Diskussion zum Vorstoss ist am Mittwochabend. Schriftlich liess der Stadtrat aber bereits verlauten, er trete nicht kollektiv zurück.