Badens Jugend bekommt ein neues Zentrum

Das Badener Stadtparlament hat am Dienstagabend ohne lange Diskussionen sieben Millionen Franken bewilligt für ein neues Jugendkulturzentrum. Dafür wird ein altes Industriegebäude umgebaut. 2015 soll das schon bestehende Jugendkulturlokal Merkker in die neuen Räume umziehen.

Blick ins Modell: Alles ist weiss gestrichen, es sieht sehr schlicht aus. Zu sehen sind 4 Fenster.

Bildlegende: Innenaufnahme des Modells der alten Schmiede in Baden Nord, wie sie in Zukunft aussehen wird. SRF

Einzig die SVP monierte, der Bau sei zu teuer und der Betrieb koste zu viel. Neben der Bausumme von sieben Millionen Franken muss die Stadt pro Jahr nämlich auch Folgekosten von 700'000 Franken bezahlen.

Aber die SVP blieb mit ihren Einwänden allein auf weiter Flur. Alle anderen Parteien sprachen sich für das neue Jugendkulturzentrum aus, manche Voten arteten sogar in regelrechte Lobeshymnen auf das Projekt aus. Am Schluss stimmten 42 Einwohnerräte Ja und 5 sagten Nein.

Ausgereiftes Projekt

Im Innern stehen zwei Lastwagen und zwei Anhänger, zudem Tafeln die über das Projekt informieren. Von der Decke hängen mehrere Lampen und Kabel. Die Wände sind teils mit Flecken bedeckt. Im Vordergrund sieht man ein Kind und eine erwachsene Person, die sich im Gebäude bewegen.

Bildlegende: So sieht die alte Schmiede der BBC/ABB in Baden Nord aktuell aus. SRF

So viel Zustimmung und Lob war Stadtrat und Ressortleiter Bau Markus Schneider fast unheimlich. «Da muss ich ja gar nichts mehr sagen». Er sagte dann aber doch etwas und wiederholte, was andere Votanten schon vor ihm gesagt hatten. Nämlich, dass das neue Jugendkulturzentrum sehr wichtig sei für die Stadt. Es sei das richtige Projekt am richtigen Ort zur richtigen Zeit.

Die alte Schmiede in Baden Nord wird nun bis 2015 umgebaut. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz, es gehörte früher der ABB, ging dann aber an die Stadt über. Vor dem Bau müssen Altlasten saniert werden, die Kosten übernimmt die ABB.

Das Alte schützt das Neue

Weil der Bau geschützt ist, darf er nicht verändert werden. Deshalb wird die Struktur aus Stahlträgern und Backsteinen saniert, und in diese Struktur hinein wird ein Neubau gestellt. Dieser enthält ein Restaurant, eine Bühne, ein Atelier und Proberäume. Vor diesem Neubau bleibt eine grosse, aber durch den Altbau überdachte Fläche frei, die für die verschiedensten Zwecke genutzt werden kann.

Das neue Jugendkulturlokal steht in Baden Nord, im Industriegebiet. Anwohner, die durch den Betrieb gestört werden könnten, gibt es nicht. Ein Steinwurf entfernt ist die grosse Konzerthalle Nordportal mit dem Restaurant Fjord. Für die Badener Jugend und überhaupt die Jugend in der Region Baden dürfte mit dem neuen Jugendkulturlokal ein attraktiver neuer Anziehungspunkt entstehen.