Zum Inhalt springen

Baggermuseum Fisibach «Mein Lieblingsobjekt ist ein Bulldozer aus dem Jahr 1948»

Es ist eine Zeitreise durch über hundert Jahre Baugeschichte. Im Aargauer Dorf Fisibach steht das Baggermuseum der Familie Eberhard, ihres Zeichens Bauunternehmer. Eberhards sammeln historische Maschinen und Fahrzeuge. Neben 40 Oldtimern gibt es im Museum über 3000 Modelle zu sehen, sagt Museumsleiter Hansruedi Eberhard.

SRF News: Wie kam es dazu, dass Ihre Familie das Museum gründete? Heute sind Firmen ja in der Regel daran interessiert, einen möglichst modernen Fahrzeugpark zu haben, alte Fahrzeuge stehen herum und kosten Geld…

Hansruedi Eberhard: Das ist richtig. Heutzutage werden die Maschinen nach sieben bis zehn Jahren ersetzt. Deshalb wird es heute keine Oldtimer mehr geben für die Zukunft – ausser wir deklarieren eine Maschine absichtlich quasi als Oldtimer und behalten sie.

Ich bin mit dieser Maschine aufgewachsen. Während der Schulferien durfte ich damit Kies planieren.

Früher war es ein Zufall, wenn man eine Maschine behielt, das waren Spezialgeräte. Generell behielt man die Maschinen länger als heute, so wurden sie Oldtimer.

Was ist Ihr Lieblingsobjekt?

Das ist ein Bulldozer Caterpiller D6 mit Jahrgang 1948. Mein Vater und mein Onkel kauften diese Maschine 1960 als Occasion. Ich bin mit dieser Maschine aufgewachsen. Während der Schulferien durfte ich damit Kies planieren. Ich kenne sie heute noch in- und auswändig.

Fährt diese Maschine noch?

In unserem Museum sind alle Maschinen betriebstüchtig. Die eine oder andere bewegen wir auch periodisch, um zu sehen, dass sie noch funktionieren. Sie aus der Ausstellung herauszunehmen, ist aber natürlich schwierig.

Haben Sie Pläne, wie das Museum wachsen soll? Reicht der Platz noch?

Natürlich gibt es den Wunsch nach mehr. Neben den 40 Maschinen im Museum drin haben wir einen Einstellhalle mit weiteren 50 Maschinen, die wir teilweise am Restaurieren sind. Wir haben eine Werkstatt, in der wir immer am ersten Samstag des Monats Maschinen restaurieren. Klar, es haben nicht alle im Museum Platz. Deshalb wechseln wir jeweils ab.

Das Gespräch führte Stefan Ulrich.

Gelbe Baumaschine steht in einem Raum.
Legende: Familie Eberhard sammelt historische Baumaschinen. ZVG/Baggermuseum

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von martin blättler (bruggegumper)
    Diese Sammlung ist wirklich ein Hammer und der Besuch empfehlenswert.Das ist echte Technik zum Anfassen.Was noch fehlt,wäre ein Spielplatz für erwachsene Kinder,wo man mal selbst einen Dozer bewegen dürfte.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Ich erinnere mich als damals 8-jährigen Bub noch sehr gut an diese Bulldozer (1948), als neben unserem Haus laufend neue Häuser gebaut, bzw. deren Keller aus dem Boden getraxt wurden! So könnte man in allen technischen Belangen 70 Jahre zurückblicken! Eine unglaubliche Entwicklung fand in diesen Jahrzehnten statt!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen