Bahnübergänge am Mutschellen erhalten jetzt doch Barrieren

Die Bremgarten-Dietikon-Bahn baut Schranken bei drei Bahnübergängen am Mutschellen. Die Bahn, die Gemeinden Berikon und Widen, sowie der Kanton Aargau verzichten darauf, bis vor Bundesgericht gegen die vom Bund verordneten Schranken zu kämpfen.

Rotlicht bei Bahnübergang

Bildlegende: Achtung Zug! Künftig sichern Barrieren die Bahnübergänge am Mutschellen. SRF

Die Sanierung der drei Bahnübergänge liegt ab Montag in den betroffenen Gemeinden öffentlich auf, wie dem kantonalen Amtsblatt zu entnehmen ist. Bis Ende März können Einsprachen gegen die Projekte eingelegt werden.

«Wir bauen Schrankenanlagen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen», sagt Walter Oettli von der Bremgarten-Dietikon-Bahn. Jede der Barrieren koste zwischen 250'000 Franken und 300'000 Franken. Oettli hofft, dass die Schranken bis Ende Jahr installiert sind.

Kanton und Gemeinden befürchteten Verkehrsbehinderungen

Im vergangenen Herbst hat das Bundesverwaltungsgericht verfügt, dass Barrieren installiert werden müssen bei den Bahnübergängen Bibenlos in Bremgarten, Bahnhofstrasse in Berikon und Friedlisbergstrasse in Rudolfstetten. Das Gericht wies die Beschwerden der Bahn, der Gemeinden und des Kantons Aargau ab und gab dem Bundesamt für Verkehr Recht.

Der Kanton Aargau kündigte an, das Urteil an das Bundesgericht weiterzuziehen. Darauf wurde nun aber verzichtet, sagt Matthias Adelsbach vom kantonalen Tiefbauamt gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF. Zu den Gründen kann Adelsbach keine Stellung nehmen.

Die Regionalbahn, die Gemeinden und der Kanton hatten sich ursprünglich gegen die Barrieren gewehrt, da sie Staus vor den Schranken befürchteten.