Baustart bei der Moschee in Grenchen

Am Montagmittag erfolgte in Grenchen der Spatenstich zur neuen Moschee – nur gerade vier Tage bevor die Baubewilligung zum zweiten Mal abgelaufen wäre. Das Bauprojekt scheint nun nach jahrelanger Planung und Schlagzeilen umgesetzt zu werden.

Die Moschee in Grenchen: Ein Haus mit einer Glaskuppel auf dem Dach, daneben Parkplätze

Bildlegende: Eine Computer-Visualisierung, wie die Moschee in Grenchen dereinst aussehen soll. AIG/ZVG

Über die neue Moschee in Grenchen wird seit Jahren diskutiert, begonnen hatte die Planung schon 2009. Mehrmals geriet das Projekt in die Schlagzeilen: Zuerst fühlte sich der Landverkäufer getäuscht. Der SVP-Gemeinderat sagte vor Gericht, er habe nicht damit gerechnet, dass auf dem Bauland eine Moschee entstehen soll. Später vergruben Unbekannte Schweinekadaver auf dem Land und verteilten Schweineblut, vermutlich um den Bauplatz zu entweihen.

Lange fehlte das Geld

Die erste Baubewilligung für die Moschee lief danach wegen eines fehlenden Finanzierungsnachweises ab, die albanisch-islamische Glaubensgemeinschaft AIG musste ein neues Baugesuch einreichen.

Nachdem die finanziellen Voraussetzungen geklärt waren, war der Bau trotzdem blockiert. Die Gemeinschaft musste auf Verlangen der Grenchner Baudirektion beim Energienachweis nachbessern und einen neuen Bautreuhänder stellen.

Nun seien aber auch die letzten Hürden aus dem Weg geschafft, so Isa Ismaili, Sprecher der albanisch-islamische Glaubensgemeinschaft. Wenn die Bauarbeiten wie geplant fortschreitet, ist die neue Moschee in 18 Monaten fertiggestellt. Der Bau kostet rund zwei Millionen Franken.