Verunfallte Wildtiere Bei Unfällen mit Wildtieren hilft im Aargau eine App

Martin Wyler ist Software-Ingenieur und Jagdaufseher. Diese beiden Leidenschaften hat er kombiniert. Entstanden ist eine App, die Autofahrern hilft, wenn sie ein Wildtier anfahren. Im Aargau findet die Anwendung Anklang und soll nun auch in anderen Kantonen verwendet werden.

Totes Reh neben einer Strasse.

Bildlegende: Ein Wildtier angefahren, was nun? Eine App soll Tier und Autofahrer helfen. Imago

Wer ein Tier anfährt, ist gesetzlich dazu verpflichtet, dies sofort zu melden. Martin Wyler hat in seiner Freizeit eine App entwickelt, welche dies vereinfachen soll. Die Nutzer – vorerst im Kanton Aargau – können damit in wenigen Schritten direkt den zuständigen Jagdaufseher kontaktieren. Dies sei schneller, als wenn zuerst die Polizei angerufen werde, welche dann den zuständigen Jagdaufseher aufbiete, findet Martin Wyler, der selbst Jagdaufseher ist.

«Das wichtigste ist, dass wir schnell vor Ort sind und dem Tier helfen können - oder es erlösen», so Wyler. Aber auch jenen Menschen sei geholfen, wenn sie direkt nach einem Wildunfall mit einem Jagdaufseher sprechen könnten.

Hilfe in schwierigen Minuten

Die Reaktionen auf seine App seien meist positiv, sagt er. «Ich habe schon E-Mails erhalten, in denen sich die Personen dafür bedankten, dass sie in diesen schwierigen Minuten so schnell Hilfe erhielten», so Martin Wyler.

6000 Mal wurde die Anwendung seit 2015 bereits heruntergeladen. Nun möchte der Fricktaler Jagdaufseher Martin Wyler seine App auch auf andere Kantone erweitern. «Ich bin mit den Kantonen Zürich und Basel-Land im Gespräch», sagt er. Auch beim Kanton Solothurn hat er bereits angefragt, bisher aber noch keine Rückmeldung erhalten.

Die kostenlose App «AG Jagdaufsicht» ist im App Store für Apple-Produkte und im Play Store für Android-Geräte erhältlich.