Beinwil am See bewirbt sich um Asylunterkunft

Im Aargau wehren sich immer wieder Gemeinden mit Händen und Füssen gegen Asylunterkünfte. Das neuste Beispiel ist Aarburg, welches sich nun vor Verwaltungsgericht gegen die Absichten des Kantons wehrt. Beinwil am See geht nun einen ganz anderen Weg und will Plätze für 39 Asylsuchende bereitstellen.

Die Gemeinde Beinwil am See hat mit dem «Huus uf dr Weid» ab September eine freie, sanierungsbedürftige Liegenschaft. Als Übergangslösung will der Gemeinderat die 14 Zimmer nun dem Kanton als Asylunterkunft vermieten. In Verhandlungen mit dem Kantonalen Sozialdienst habe sich dieser sehr interessiert gezeigt, schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung.

Blick von der Badi Aesch in Luzern über den See nach Beinwil am See.

Bildlegende: Blick von der Badi Aesch über den Hallwilersee auf die Gemeinde Beinwil am See. Hier sollen bald 39 Asylbewerber leben. SRF

Der Gemeinderat spricht von einer Belegung von maximal 39 Personen, vorwiegend Familien und ältere Einzelpesonen. Der Kanton komme der Gemeinde mit flankierenden Massnahmen entgegen wie Tagesbetreuung und Nachtpatrouillen.

Zudem betont der Gemeinderat, dass durch die Asylunterkunft das Budget der Gemeinde jährlich um rund 100'000 Franken entlastet werde. Er spricht von einem «bewussten Zeichen gegenüber andern Gemeinden, die sich mit allen Mitteln gegen die Aufnahme von Asylsuchenden wehren».

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Vorläufig keine Asylunterkunft in Aarburg

2:07 min, aus Schweiz aktuell vom 1.5.2014