Bellach: Marti AG gibt das Recyclingcenter auf

Die Baufirma teilte am Donnerstag mit, dass sie das seit langem geplante Projekt nicht baut. Eigentlich hätte man in Bellach bauen können, es hätten sich aber bessere Varianten ergeben, schreibt die Marti AG.

Projekt Bellach

Bildlegende: Neuer Firmensitz (vorn) und Bodenwaschanlage hinten – so sah das Projekt ursprünglich aus. Nun bleibt nur der Werkhof. zvg

Das geplante Recyclingwerk gab in Bellach viel zu reden. Geplant war eine Bodenwaschanlage. Dazu wollte die Marti AG ihr Firmengelände vergrössern.

Doch die Gemeindeversammlung von Bellach machte im Juni 2013 der Firma einen Strich durch die Rechnung. Sie lehnte es ab, Land aus der Reservezone am Dorfrand herzugeben. Die Dorfbewohner befürchteten Lärm und Dreck.

Die Marti AG gab dann bekannt, dass sie die Anlage trotzdem bauen wolle auf dem angestammten Firmengelände. Aber der Hauptsitz der Firma würde nicht nach Bellach verlegt, denn dazu würde der Platz fehlen.

Alles bleibt beim Alten

Nun ist aber klar: Die Marti AG baut in Bellach gar nichts. Sie betreibt nur wie bisher ihren Werkhof. «Das Firmengelände in der Bellacher Industriezone wäre zwar gross genug und würde die Voraussetzungen erfüllen, um das Vorhaben realisieren zu können», teilt die Marti AG mit.

Und weiter schreibt sie: «Die Prüfung von Alternativstandorten hat jedoch ergeben, dass sich bessere Varianten anbieten.» Wo diese «Varianten» sind, wird nicht weiter ausgeführt.

Ausdrücklich hält die Firma fest, dass der Hauptsitz der Firma nicht nach Bellach kommt. Fazit für die Gemeinde Bellach: Ausser Spesen nichts gewesen.

Projekt Bellach

Die Halle mit der Bodenwaschanlage wäre 110 Meter lang geworden. Pro Jahr hätten darin 40'000 Tonnen verseuchter Erde gewaschen werden sollen, z. B. mit Öl verschmutztes Kies. Die Anlage hätte 15 Arbeitsplätze geschaffen. Weitere 100 Arbeitsplätze wären im Hauptsitz der Firma entstanden.