Bezirksgefängnis Bremgarten bleibt bis 2015

Aufatmen beim Kanton. Er kann das Gefängnis noch 3 Jahre betreiben. Die Stadt Bremgarten hat den Mietvertrag verlängert. Eigentlich hätte sie aber dringenden Eigenbedarf für Büros.

Gittertür in einem Gefängnis.

Bildlegende: Der Kanton Aargau hat ein Problem mit seinen Bezirksgefängnissen: Sie sind zu voll. Daniel Desborough

Die Stadtverwaltung Bremgarten platzt aus allen Nähten. Ebenson aber auch die Bezirksgefängnisse des Kantons. Dieser bringt seine Gefangenen unter anderem im Gefängnis in Bremgarten unter. Dieses gehört der Stadt. Sie wollte den Mietvertrag kündigen, denn sie braucht dringend neue Büros.

Doch die Stadt hat sich nun anders entschieden. «Wir sind eingegangen auf die dringenden Bedürfnisse des Kantons. Es ist ein letztmaliges Entgegenkommen», sagt Raymond Tellenbach, Stadtammann von Bremgarten.

Der Kanton kann also noch knapp drei Jahre Gefangene in Bremgarten unterbringen. Auf diese Kapazität ist er dringend angewiesen. Denn die Plätze sind belegt, weil Verdächtige tendenziell immer länger in Untersuchungshaft sitzen.

Kommt dazu, dass es auch immer mehr Verdächtige gibt. Im Rahmen der Polizeiaktion «Crime Stop» greift der Kanton bei Einbrüchen und bei kriminellen Asylbewerbern härter durch.

Eigentlich hatte der Kanton ganz andere Pläne. Er wollte die Gefängnisse in Bremgarten, Bad Zurzach und Laufenburg schliessen. Diese entsprechen nämlich nicht den Vorschriften. Doch die Pläne des Kantons wurden durch die Realität überholt. In Bremgarten hat der Kanton nun für 3 Jahre Luft.