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Bienen in der Landwirtschaft Rund 300 Aargauer Bauernbetriebe arbeiten bienenfreundlich

Legende: Video Bienen im Flug, aufgenommen im Aargau abspielen. Laufzeit 1:12 Minuten.
Aus News-Clip vom 17.05.2018.

Die Biene ist eine unentbehrliche Helferin für die Landwirtschaft. Für die Obst- oder Gemüseproduktion sind die Bienen äusserst wichtig, als besonders fleissige Bestäuberinnen. In den letzten Jahrzehnten ist der Bienenbestand jedoch stark gesunken. Schuld daran sind gemäss Experten verschiedene Krankheiten aber auch die Landwirtschaft. Um die Bienen zu schützen, läuft im Aargau seit einem Jahr ein Pilotprojekt.

Bauern werden bienenfreundlich

Rund 300 der 2400 Bauernbetriebe im Aargau haben sich im ersten Projektjahr beteiligt. Ralf Bucher vom Aargauischen Bauernverband ist zufrieden: «Es ist sehr gut angelaufen. Das Interesse ist hoch bei den Betrieben und vor allem setzen sie viele Massnahmen um».

Die Bauern erhalten für ihre Bemühungen zwischen 2000 und 3000 Franken pro Jahr. Dafür müssen sich verschiedene Massnahmen in ihren Betrieben umsetzen, um den Bienen das Leben leichter zu machen.

Nur noch zu bestimmten Zeiten mähen

Bienenfreundlich sein heisst beispielsweise nicht zu mähen, wenn die Bienen auf den Feldern sind. In einer Studie wurden auf einer Weisskleewiese nach einer Mähung nämlich bis zu 24'000 flugunfähige Bienen pro Hektar gezählt.

Wenn man zu den Zeiten mäht, in denen die Bienen nicht fliegen, kann man schon viel erreichen. Bienen fliegen nämlich ungern bei Temperaturen unter 12 Grad. Neben den angepassten Mäh-Zeiten wird auch beim Einsatz von Pestiziden gespart, denn auch diese sollen eine Mitschuld am Bienensterben tragen.

Das Projekt dauert vorerst bis 2022. Es ist gut möglich, dass bis dahin das Aargauer Projekt auch in anderen Kantonen übernommen wird und die Landwirtschaft schweizweit bienenfreundlicher wird.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Das ist das Gebot der Stunde, denn wir tun nicht einfach den Bienen einen Gefallen, solches bauern erhöht die Möglichkeit, dass die Menschen etwas länger diese schöne Mutter Erde bewohnen dürfen. Denn als komplexe Vielzeller, sind wir die ersten Makroorganismen, die 'ausgeschieden' werden .. Also danke liebe Bauern. Es muss aber zwingend, dringend alle Bauern betreffen, denn ohne Agrochemieriesen ist eine Welt möglich, sogar besser dran ohne Bienen und deren Mitinsekten, gibt es kein keine Welt.
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  • Kommentar von Felice Limacher (Felimas)
    Das sollte eine klare Auflage für JEDEN Bauern sein, das sie bienenfreundlich wirtschaften, auch wenn in der restlichen Wirtschaft oft an den eigenen Ästen sägt ... Ein deutliches Zeichen von Nachhaltigkeit und Intelligenz.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    ...und wann muss der Rest der Chemie-Bauern der "Mini-Schweiz" auf inteligente, verantwortungsbewusste - nachhaltig öko-lögische Landwirtschaft umstellen? Für den Erhalt des Lebens von "NATUR, TIER und damit der MENSCHEN, welche davon abhängig sind??
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