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Aargau Solothurn Biogen-Baustelle in Luterbach füllt Hotels im Kanton Solothurn

Der amerikanische Biotechkonzern Biogen baut seit Januar in Luterbach auf dem Areal der ehemaligen Zellulosefabrik eine Pharma-Produktionsanlage für Medikamente. Rund eine Milliarde Franken wird investiert. Die Grossbaustelle bringt viele Fachspezialisten in die Region. Die Hotels sind ab 2017 voll.

Legende: Video Aufschwung für Solothurn abspielen. Laufzeit 05:57 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 30.06.2015.

Die wichtigsten Fakten zur Biogen-Baustelle:

  • Gebaut wird auf dem Areal der ehemaligen Zellulosefabrik, in der Nähe von Solothurn
  • In Luterbach entsteht eine biopharmazeutische Produktionsanlage
  • 1 Milliarde Franken wird in den Bau einer Proudktionsanlage investiert
  • 400 Arbeitsplätze entstehen in Luterbach
  • Der US-Konzern Biogen macht und forscht an Medikamenten für Patienten, die an Multipler Sklerose, Alzheimer oder ALS leiden
  • Die Generalunternehmung Jacobs, ein Weltkonzern mit total 60'000 Mitarbeitern, koordiniert die Bauarbeiten im Auftrag von Biogen
  • Die Baustelle gilt als eine der grössten privaten Baustellen der Schweiz
  • Der Neubau soll 2019 fertig sein

Die Bauarbeiten laufen seit Januar 2016 und nehmen immer mehr Form an. Wenn ein amerikanischer Biotechkonzern baut, und eine internationale Generalunternehmung involviert ist, bedeutet das auch viele Baufachleute, Fachspezialisten, Ingenieure und Techniker, die aus dem Ausland anreisen. Sie alle brauchen Übernachtungsmöglichkeiten.

Hotels werden mit Anfragen eingedeckt

Man könne sich gerade vor Anfragen ab 2017, dann wenn die Technikanlagen installiert werden, kaum retten, sagt Thorsten Brandt, Hoteldirektor des Hotels Ramada in Solothurn. Er könnte dann alle 100 Zimmer für Ingenieure der Biogen-Baustelle vermieten. Macht er aber nicht.

Wir merken, dass die Grossbaustelle in Luterbach Geschäft bringt.
Autor: Thorsten BrandtGeneral Manager Hotel Ramada Solothurn

«Wir sind unseren Stammkunden verpflichtet. Wir haben immer Zimmer bereit für sie. Wir werden maximum 50 Prozent der Zimmer für Biogen rausgeben», so Brandt im Interview mit Radio SRF. Im Fall des Ramada sind das 50 der 100 Zimmer.

Man freue sich aber über die vielen Gäste. Gewisse bleiben ein paar Tage, andere bis zu zwei Monaten, heisst es im Ramada weiter. Das könne den Frankenschock kompensieren, freut sich Brandt. Zudem könnte das Jahr 2017 für «alle Hoteliers in der Region ein tolles Jahr werden», freut er sich.

Region hilft bei Suche nach Zimmern mit

Man sei tatäschlich auf der Suche nach Zimmern, die vielen Hotels seien ziemlich gut gebucht, sagt auch Jane Melmuka. Sie ist für die Projektadminstration der Baustelle zuständig, für die Firma Jacobs, im Auftrag von Biogen.

«Wir erleben mit Freude, dass in der Region Offenheit und Goodwil vorhanden ist, bei Behörden und Einzelpersonen, auf der Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten», freut sich Jane Melmuka auf Anfrage von Radio SRF.

Man bringe die 120 bis 150 Fachspezialisten (über das ganze Projekt gerechnet) in Hotels unter. Aber auch Wohnungen, gerade möblierte, seien gefragt. So hat Generalunternehmerin Jacobs gleich zwei ganze Wohnblöcke in Luterbach gemietet. Diese wären zum Verkauf gestanden, werden nun aber zugunsten von Biogen vermietet. Die 12 Wohnungen werden künftig von Ingenieuren etc. bewohnt.

(Regionaljournal Aargau Solothurn, 06:32 Uhr, mosa;velm;buec)

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1 Kommentar

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  • Kommentar von D. Schmidel (D. Schmidel)
    Für unsere Verschwörer muss das grauenvoll sein. Dunkle und böse Mächte aus den USA ziehen da in unser Land ein und unterminieren unseren Staat. Als Nichtverschwörer freue ich mich natürlich über diese Industrieansiedelung.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen