Birr und Birrhard fusionieren nicht

Die ausserordentlichen Gemeindeversammlungen vom Freitagabend in Birr und Birrhard kamen zu ganz unterschiedlichen Entscheiden. Die Gemeinde Birr war klar für die Fusion. Mit 117 Ja- zu 18 Nein-Stimmen war der Entscheid deutlich. Anders Birrhard. Mit 154 Nein zu 32 Ja ging das Projekt bachab.

Birr hat gut 4200 Einwohner und hätte sich die Heirat mit Birrhard gut vorstellen können. Das kleinere Birrhard hat nur knapp 700 Einwohner. Man habe lange auf die Fusion hingearbeitet, hiess es in Birr auf Anfrage. Finanziell sei ein Alleingang für Birr aber gut möglich, sagte Gemeindeschreiber Martin Maumary auf Anfrage.

In Birrhard war die Fusion umstritten. Das Nein war dann auch deutlich. Die beiden Eigenämter Gemeinden müssen also andere Lösungen finden für eine weitere Zusammenarbeit.

In Birrhard waren von 489 Stimmberechtigten total 193 an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom Freitag anwesend.

Enttäschung beim Gemeinderat

Man sei enttäuscht über den Entscheid, sagte Frau Gemeindeamman Ursula Berger auf Anfrage. Die Gemeinde komme aber finanziell gut zu recht. Allerdings sei man in einer kleinen Gemeinde bei Neuwahlen des Gemeinderates zum Beispiel immer am Zittern, ob man neue Leute finde. Ein Alleingang sei mittelfristig machbar. Langfristig müsse man sicher Lösungen finden, so Berger weiter.