Bodenwaschanlage beschäftigt Bellacher Bevölkerung

Die geplante Bodenwaschanlage der Firma Marti in Bellach erregt die Gemüter der Bevölkerung. Die Gemeinde hat eine Umfrage lanciert und der Rücklauf ist riesig: Rund 580 ausgefüllte Fragebogen sind eingegangen. Die Auswertung dieser Fragebogen ist eine heikle Angelegenheit.

Visualisierung des Centers: Neben der breiten Hauptstrasse erhebt sich eine grosse, quadratische Halle.

Bildlegende: Simulation des geplanten Recycling-Centers in Bellach: Die Bevölkerung befürchtet unter anderem Lastwagenverkehr. zvg/recyclingcenter-bellach.ch

In der Bodenwaschanlage soll verschmutzter Boden gereinigt werden können, doch das Projekt ist in Bellach stark umstritten. Dies zeigte sich bereits an einer Infoveranstaltung in der Gemeinde - und nun auch am grossen Rücklauf der Umfrage-Fragebögen.

Auswertung politisch heikel

Für die Gemeinde ist die Auswertung der eingegangenen Fragebögen eine heikle Angelegenheit. So hat ein Gegner-Komitee der Anlage vorgedruckte Fragebögen verteilt, welche nun auch an die Gemeinde verschickt wurden. Offen ist, ob diese Fragebögen auch ausgewertet werden sollen - oder nur solche, welche wirklich eigenständig ausgefüllt wurden.

Zudem hat der Gemeindepräsident von Bellach den Fragebogen mit einer Zusatzfrage ergänzt. Damit hat er sich sogar eine Aufsichtsbeschwerde eingebrockt. Nun ist unklar, ob diese Zusatzfrage ausgewertet werden soll.

Klärung bis Ende Februar

Alle offenen Fragen wollen der Gemeinderat und eine Spezialkommission bis Ende Februar klären. Die Auswertung der Fragebogen wird anschliessend bei einer externen Firma in Auftrag gegeben. Damit will der Gemeinderat dem Vorwurf vorbeugen, er sei nicht objektiv.