Boris Banga möchte stolz abtreten

Am Tag nach seiner Abwahl wirkt Boris Banga gefasst. Obwohl mit seiner Niederlage in Grenchen eine 114-jährige SP-Regentschaft zu Ende geht, will Boris Banga «stolz» abtreten, wie er selber betont.

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Ende einer Polit-Ära

3:13 min, aus Schweiz aktuell vom 23.9.2013

Monatelang sind sich Boris Banga (SP) und François Scheidegger (FDP) im Wahlkampf gegenüber gestanden - zum Teil mit einer guten Portion gegenseitiger Abneigung. Der Sieger des Duells steht seit gestern fest: François Scheidegger.

Boris Banga muss nach 22 Jahren als Stadtpräsident von Grenchen den Platz räumen. Er nimmts mit Fassung.

Bildlegende: Boris Banga muss nach 22 Jahren als Stadtpräsident von Grenchen den Platz räumen. Er nimmts mit Fassung. Keystone

«Jetzt bekommt Grenchen einen neuen Führungsstil », so der Sieger nach der Wahl. Boris Banga hingegen scheidet aus der Politik aus. Er zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück und will von der Bildfläche verschwiden. «Ich habe einen Plan B», so der abgewählte Stadtpräsident.

Hoffen auf Verantwortung der Bürgerlichen

Sorgen um Grenchen macht sich der 64-jährige trotzdem noch. «Jetzt haben die bürgerlichen Parteien die Mehrheit im Gemeinderat und das Stadtpräsidium. Ein jahrelanges Gleichgewicht ist gestört. Ich hoffe die Bürgerlichen gehen verantwortungsvoll mit ihrer Macht um.» Der neue Stadtpräsident François Scheidegger versichert: «Ich werde grossen Wert darauf legen, dass wir mit der SP eine gute Zusammenarbeit finden.»

Bereits am Montag um 17.00 Uhr wurde Scheidegger als neuer Stadtpräsident vereidigt. Sein Amt tritt er allerdings erst am 1. Januar 2014 an.